Norm | Bauordnung
23.02.2016

Eine (fast) ganz neue DIN 277

DIN hat die Fassung 2016-01 der DIN 277 veröffentlicht. Nachdem diese eine besonders wesentliche Norm für das Bauwesen ist, ist sie umgehend anzuwenden – klug, schnell dieses Regelwerk kennenzulernen. Die DIN 277 in der Fassung 2005-02 wurde zurückgezogen. Richtlinien und Gesetze, die auf Größen der DIN 277 verweisen, beziehen sich in der Regel automatisch auf die aktuelle Fassung.

DIN 277@ IvelinRadkov /​ iStock /​ thinkstock
  1. Was ist neu?

Die DIN 277 wurde „verschlankt“ und in einigen Begriffen neu geformt. Die Teile 1 und 2 wurden zu einem Teil zusammengefasst. Vor allem ist die schwer zu verwendende Unterteilung in BGF / BRI a, b und c entfallen. Die Zuordnungsprobleme wurden dadurch gelöst, dass nun Flächen und Räume entweder allseitig umschlossen („R“) sind, oder eben nicht, dann sind sie Sonderflächen („S“).

  1. Gliederungsebenen

Die recht komplexen Gliederungsebenen wurden abgeschafft, die Norm beschränkt sich nun auf das Nötigste. Gleichzeitig wurden einige Namen geändert, so heißt die „Technische Funktionsfläche“ nun „Technikfläche (TF)“, die Netto-Grundfläche“ heißt „Netto-Raumfläche (NRF)“ und die „Nutzfläche“ „Nutzungsfläche (NUF)“. Im Detail wurden einige Zuordnungsfragen gelöst

  1. Bezüge zu anderen Normen

Die internen Querverweise auf die DIN 276 wurden gestrichen, die DIN 276 steht ohnehin vor einer „Runderneuerung“, sie wird dann alleine für sich wirken können. Die Veränderungen in den Begriffen machen die Norm nun auch kompatibel zur DIN EN 15221-6 (Facility Management) und zur DIN 18960 (Nutzungskosten im Hochbau).

 

Die Änderung der DIN 277 hat Auswirkungen auf die Begriffe „Nutzfläche“ und „Brutto-Rauminhalt“, die mit dieser Ausgabe neu gefasst wurden.

Autor: WEKA-BAU Redaktion

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