Fachbeitrag | Beitrag aus „Bauantrag leicht gemacht - Regionalausgabe Ost“ 25.03.2016

Erläuterung – Berechnung Bruttorauminhalt

Anwendungshinweise – Bund –

  1. Rauminhalt ist der allseits von Bauteilen umbaute Raum eines Gebäudes. Der umbaute Raum ist abzugrenzen von der Baumasse und vom beheizten Bauwerksvolumen.

  2. Die zulässige Baumasse gehört in Gewerbegebieten und Industriegebieten zum Maß der baulichen Nutzung und bestimmt damit entscheidend die vertikale und horizontale Ausdehnung eines Gebäudes auf dem Baugrundstück und die Bebauungsdichte eines Baugebiets. Im Gegensatz zum umbauten Raum werden bei der Ermittlung der Baumasse Vor- und Rücksprünge, Vorbauten und Nicht-Vollgeschosse nicht berücksichtigt (§§ 17, 21 BauNVO). In Nicht-Vollgeschossen werden lediglich die Baumassen von Aufenthaltsräumen einschließlich der zu ihnen gehörenden Treppenräume und ihrer Umfassungswände und Decken mitgerechnet.

  3. Das beheizte Bauwerksvolumen ist dagegen Nenngröße des Energieeinsparungsrechts. Dabei handelt es sich um das Volumen eines Gebäudes, das von der Wärme übertragenden Umfassungsfläche eingeschlossen wird. Nicht beheizte Teile eines Gebäudes gehören damit nicht zum beheizten Bauwerksvolumen.

  4. Der umbaute Raum eines Gebäudes dient der Ermittlung der Baukosten nach der DIN 276 (Kosten im Hochbau), die wiederum Bemessungsgrundlage für die Baugebühren und die Honorar-Ermittlung sind. Zusammen mit den Grund- und Nutzflächen ist der umbaute Raum maßgebliche Vergleichsgröße nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik.

  5. Planungsgrundlage für die Ermittlung der Rauminhalte, Grundflächen und Nutzflächen …

Autor: WEKA Redaktion

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