Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Gefahrstoffmanagement“ 21.07.2016

Gefahrstoffverzeichnis

Nach § 6 Abs. 10 der Gefahrstoffverordnung muss der Arbeitgeber ein Gefahrstoffverzeichnis (Gefahrstoffkataster) führen, das eine Auflistung der im Betrieb verwendeten oder entstandenen Gefahrstoffe enthält. Es muss Informationen zu diesen Stoffen beinhalten, z.B. die Einstufung des Gefahrstoffs sowie die Bezeichnung der Arbeitsbereiche, in denen Beschäftigte dem Gefahrstoff ausgesetzt sein können. In dem Verzeichnis muss auf die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter verwiesen werden. Dieses Verzeichnis bildet die stoffliche Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung.

Inhalte des Gefahrstoffverzeichnisses

Das Gefahrstoffverzeichnis entsteht als Ergebnis der vom Arbeitgeber durchzuführenden Ermittlung nach der Gefahrstoffverordnung. § 6 Abs. 10 fordert: „Der Arbeitgeber hat ein Verzeichnis der im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe zu führen, in dem auf die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter verwiesen wird. Es muss mindestens folgende Angaben enthalten:

  1. Bezeichnung des Gefahrstoffs,

  2. Einstufung des Gefahrstoffs oder Angaben zu den gefährlichen Eigenschaften,

  3. Angaben zu den im Betrieb verwendeten Mengenbereichen,

  4. Bezeichnung der Arbeitsbereiche, in denen Beschäftigte dem Gefahrstoff ausgesetzt sein können.”

Die Angaben im Gefahrstoffverzeichnis – außer den Angaben zu den verwendeten Mengen – müssen allen betroffenen Beschäftigten und ihrer Vertretung (Betriebs- oder Personalrat) zugänglich sein. Wenn nur Tätigkeiten mit geringer Gefährdung ausgeübt werden, muss kein …

Autor: Ulrich Welzbacher

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