30.05.2018

So erstellen Sie ein Gefahrstoffkataster

Im § 6 der Gefahrstoffverordnung ist festgelegt, dass der Arbeitgeber ein Verzeichnis der im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe zu führen hat. Dieses Verzeichnis nennt man Gefahrstoffkataster oder auch Gefahrstoffverzeichnis.

Gefahrstoffmanagement

Das enthält ein Gefahrstoffkataster

Die Inhalte eines Gefahrstoffkatasters sind:

  • Verweis auf die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter
  • Bezeichnung des Gefahrstoffs
  • Einstufung des Gefahrstoffs oder Angaben zu den gefährlichen Eigenschaften
  • Angaben zu den im Betrieb verwendeten Mengenbereichen
  • Bezeichnung der Arbeitsbereiche, in denen Beschäftigte dem Gefahrstoff ausgesetzt sein können

Darüber hinaus sind aber weitere Angaben sinnvoll. Um eine ausreichende Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung zu haben, ist es sinnvoll, möglichst viele Informationen im Gefahrstoffkataster zusammenzustellen.

Tipp: In Betriebliches Gefahrstoffmanagement finden Sie ein „Formular zur Erstellung eines Gefahrstoffkatasters“.

 

Änderungen wie neue Gefahrstoffe, Nutzung in anderen Arbeitsbereichen oder die Einstufung des Gefahrstoffs sollten unverzüglich eingearbeitet werden.

Verwendungszweck eines Gefahrstoffkatasters

Mit den oben genannten Inhalten stellt das Gefahrstoffkataster eine Verknüpfung zwischen der reinen Stoffinformation, die Sie z.B. aus dem Sicherheitsdatenblatt erhalten werden, und der Verwendung sowie den örtlichen Gegebenheiten in Ihrem Unternehmen her.

Im Gefahrstoffkataster sind bereits wesentliche Informationen enthalten, die für die Gefährdungsbeurteilung hilfreich sein können. Dies sind z.B.:

  • die Information, welche Gefahrstoffe im Betrieb überhaupt verwendet werden
  • die Einstufungen bzw. Kennzeichnungen der verwendeten Gefahrstoffe
  • der Verwendungs- bzw. Anwendungszweck der Gefahrstoffe
  • die Arbeitsbereiche, Abteilungen, Anlagen etc., in bzw. an denen mit Gefahrstoffen gearbeitet wird
  • die Personen, die mit den Gefahrstoffen umgehen
  • die Mengen der Gefahrstoffe, mit denen die Personen umgehen

Je nach Anzahl der verwendeten Gefahrstoffe und Umfang der gewünschten Informationen, die je nach Größe des Unternehmens variieren, bieten sich als nächster Schritt elektronische Datenbanksysteme an. Diese Systeme ermöglichen es, die Vielzahl an Informationen recht einfach zu verwalten und auch zielgerichtete Auswertungen vorzunehmen. Meist können auch Betriebsanweisungen generiert werden.

Weitere Informationen

Damit das Gefahrstoffkataster als Informationsquelle für die Gefährdungsanalysen noch größeren Nutzen

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Autor: WEKA Redaktion