23.06.2016

Die Erstunterweisung – Ziele und Inhalte

In der Erstunterweisung werden neue Mitarbeiter über sicherheitsrelevante Themen ihres Arbeitsplatzes informiert.

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Arbeitgeber sind gemäß § 12 des Arbeitsschutzgesetzes zur Erstunterweisung, das heißt zur Unterweisung vor Aufnahme der Tätigkeit verpflichtet. In Absatz 1 heißt es dort:

„Die Unterweisung muss bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen.“

Ziele der Erstunterweisung

Warum es den Arbeitsschutz gibt, ist wohl die wichtigste Erklärung, die man jedem neuen Mitarbeiter geben kann. Und dabei kann er sich die Frage durchaus selbst beantworten:

Damit es ihm am Arbeitsplatz gut geht, er sich keinen Gefahren aussetzt, die sein Leben oder seine Gesundheit bedrohen können, und durch ihn auch keine solchen Gefahren ausgehen.

Darum ist die Erstunterweisung entsprechend wichtig für jeden.

Außerdem bietet sich so die Gelegenheit, die Risiken, denen man im Arbeitsalltag begegnen kann, zusammenzufassen. Einhergehend damit dient sie dazu, die Gesundheitsgefahren bewusst zu machen und ein entsprechendes gesundheitsschonendes Verhalten zu fördern.

Die Erstunterweisung hat darüber hinaus die Aufgabe, dem Mitarbeiter Verhaltensregeln und betriebliche Vorgaben im Gefahrenfall zu vermitteln.

Sie dient also zusammenfassend dazu, eine Grundlage dafür zu schaffen, dass sich alle Beschäftigten sicherheitsgerecht und gesundheitsbewusst verhalten und dadurch mithelfen Unfälle zu vermeiden.

Neben lästiger Pflicht kann die Erstunterweisung auch Werbung für die Sicherheitsfachkraft sein. Es kommt darauf an, die Unterweisung so zu gestalten, dass sie neben den notwendigen Informationen auch die Bedeutung des Arbeitsschutzes veranschaulicht.

Allgemeine Themen der Erstunterweisung

Die Erstunterweisung deckt zunächst meist allgemeine Themen ab. Hierzu gehören beispielsweise:

Arbeitsplatzspezifische Themen

Zudem bilden arbeitsplatzspezifische Themen einen Schwerpunkt der Unterweisung. Diese richten sich nach den individuellen Gefahren am Arbeitsplatz oder bei bestimmten Tätigkeiten. Das könnten beispielsweise sein:

  • persönliche Schutzausrüstung
  • Verhalten bei Unfällen
  • Umgang mit bestimmten Arbeitsmitteln

Die Durchführung der Unterweisung muss in jedem Fall dokumentiert werden.

Autoren: Susanne Steiger , WEKA Fachredaktion