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EHS-Manager: Aufgaben und Einsatzbereiche

In vielen Unternehmen nimmt der EHS-Manager eine zentrale Rolle ein. Er stellt sicher, dass Themen wie Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit nicht nur gesetzlich erfüllt, sondern auch aktiv in den Unternehmensalltag integriert werden. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Aufgaben ein EHS-Manager übernimmt, welche Qualifikationen wichtig sind und wie digitale Lösungen dabei unterstützen.

EHS Manager Aufgaben

Ein EHS-Manager ist im Unternehmen dafür verantwortlich, die drei Bereiche EHS, also Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit), im Unternehmen zu verankern. Häufig wird in dem Zusammenhang auch der Begriff EHSQ verwendet, der zusätzlich die Aufgaben des Qualitätsmanagements (Quality) umfasst. Ziel ist es, durch klare Prozesse und Maßnahmen sicherzustellen, dass Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz systematisch im Unternehmen umgesetzt werden.

Die Rolle des EHS-Managers geht dabei über reine Kontrollaufgaben wie die Prüfung von Unfallmeldungen oder Abfallmengen hinaus. Er oder sie entwickelt Strategien, plant Maßnahmen oder koordiniert interne und externe Audits. In manchen Unternehmen wird der EHS-Manager auch als EHS-Beauftragter oder EHS-Fachkraft bezeichnet – die Aufgaben und Verantwortlichkeiten können jedoch ähnlich definiert sein.

Aufgaben eines EHS-Managers

Die Aufgaben von EHS-Managern sind vielfältig und berühren unterschiedliche Bereiche im Unternehmen. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Planung, Umsetzung und Kontrolle von Arbeitsschutz- Gesundheitsschutz- und Umweltmaßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Einführung sicherer Arbeitsprozesse, der richtige Umgang mit Gefahrstoffen oder Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen.

Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich des EHS-Managers ist die Organisation von Audits, Gefährdungsbeurteilungen und Schulungen. Der EHS-Manager überprüft regelmäßig die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und stellt sicher, dass Vorgesetzte entsprechende EHS-Schulungen organisieren und durchführen lassen, damit alle Mitarbeitenden die Sicherheitsstandards kennen und einhalten.

Wenn ein Unternehmen über mehrere Managementsysteme (wie ein Arbeitsschutz– oder ein Umweltmanagementsystem) verfügt, fungiert der EHS-Manager als Schnittstelle. Er kümmert sich um die Pflege und Weiterentwicklung der Systeme und achtet darauf, dass die relevanten Normen eingehalten werden.

Diese Ausbildung und Qualifikationen benötigen EHS-Manager

Der Beruf des EHS-Managers ist nicht gesetzlich oder berufsrechtlich definiert. Es handelt sich nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung und es gibt keine einheitliche gesetzliche Qualifikationsvorgabe wie beispielsweise bei Meistern, Ingenieuren oder Fachkräften für Arbeitssicherheit. Wenn Sie als EHS-Beauftragter arbeiten möchten, können Sie jedoch unterschiedliche Wege einschlagen. Häufig führt der Weg über ein Studium – etwa in Ingenieurwesen, Umweltwissenschaften oder Arbeitssicherheit. Auch eine technische Ausbildung mit anschließenden Weiterbildungen kann Ihnen den Einstieg ermöglichen. Manche Fachkräfte gelangen zudem über einen Quereinstieg in diese Position, wenn sie bereits langjährige Erfahrung im Arbeits- oder Umweltschutz gesammelt haben.

Neben der formalen Ausbildung können Sie sich auf verschiedene Arten Zusatzqualifikationen aneignen:

  • Zertifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Lehrgänge im Bereich Umwelt- oder Qualitätsmanagement
  • Seminare oder Workshops, die praxisnah einzelne Themen vertiefen
  • Zertifikatskurse, in denen spezifische Kompetenzen nachgewiesen werden können
  • Online-Formate, die ortsunabhängig Wissen vermitteln und zeitlich flexibel nutzbar sind

Damit Sie als EHS-Manager erfolgreich agieren, sind außerdem bestimmte persönliche Eigenschaften wichtig. Dazu zählen:

  • Analytisches Denken und Problemlösungsfähigkeit
  • Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, Mitarbeitende mitzunehmen
  • Durchsetzungsvermögen im Umgang mit Führungskräften und Behörden

Unabhängig vom individuellen Werdegang sollten Sie über fundiertes Fachwissen in den Bereichen Arbeitsschutz, Umweltschutz und Gesundheitsschutz verfügen und bereit sein, sich kontinuierlich weiterzubilden.

Unterstützung durch EHS-Software

Die Aufgaben eines EHS-Managers sind komplex: von der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften über die Absprache mit Vorgesetzten zu EHS-Unterweisungen bis hin zur Dokumentation von Audits und Gefährdungsbeurteilungen. Viele dieser Prozesse lassen sich durch digitale Lösungen deutlich effizienter gestalten. Eine moderne EHS-Software unterstützt Sie dabei, Ihre Aufgaben strukturiert und transparent umzusetzen. Sie schafft einen zentralen Überblick über alle relevanten Prozesse und sorgt dafür, dass Sie keine wichtigen Fristen oder Anforderungen übersehen.

Typische Vorteile einer EHS-Software:

  • Automatisierung von Prozessen: Gefährdungsbeurteilungen, Audit-Management und Dokumentation laufen schneller und fehlerfreier ab.
  • Mehr Rechtssicherheit: Gesetzliche Vorgaben und Normen lassen sich zuverlässig abbilden.
  • Zentrale Datenverwaltung: Alle relevanten Informationen stehen jederzeit aktuell und übersichtlich zur Verfügung.
  • Unterstützung bei Unterweisungen: Schulungsinhalte können digital organisiert, dokumentiert und nachvollziehbar bereitgestellt werden.

Eine leistungsstarke EHS-Software ist ein zentraler Erfolgsfaktor für modernes EHS-Management. Sie entlastet Fachkräfte im Alltag und hilft Ihrem Unternehmen, Ziele in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz effizient zu erreichen.

Branchen und Einsatzbereiche für EHS-Manager

Die Tätigkeit eines EHS-Managers ist in vielen Branchen unverzichtbar. In Industriezweigen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial spielen Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz eine besonders zentrale Rolle.

Typische Einsatzfelder sind unter anderem:

  • Industrie und Produktion: z.B. im Maschinenbau oder in der Automobilbranche
  • Energie- und Chemiesektor: mit hohen Anforderungen an Umweltschutz und Sicherheit
  • Bauwesen: mit Fokus auf Arbeitsschutz auf Baustellen
  • Lebensmittel- und Pharmaindustrie: strenge Hygiene- und Qualitätsstandards

Neben internen Fachkräften setzen viele Unternehmen auch auf externe EHS-Beauftragte. Sie bringen spezialisiertes Wissen ein, decken temporäre Bedarfe ab und unterstützen insbesondere kleinere Betriebe, die keine eigene EHS-Fachkraft dauerhaft beschäftigen können.

Warum Unternehmen EHS-Manager und digitale Unterstützung benötigen

EHS-Manager übernehmen eine Schlüsselrolle im Unternehmen. Sie sorgen dafür, dass die Bereiche Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz nicht nur gesetzlich eingehalten, sondern aktiv gelebt werden. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Risikominimierung, zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens.

Autor*in: WEKA Redaktion