21.07.2016

Betriebsanweisung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

Betriebsanweisungen sind im Gegensatz zu Betriebsanleitungen betriebsspezifische verbindliche Anordnungen des Arbeitgebers. Nach § 14 der Gefahrstoffverordnung ist der Unternehmer verpflichtet, vor Aufnahme von Tätigkeiten mit Gefahrstoffen auf Basis der Gefährdungsbeurteilung den Beschäftigten schriftliche tätigkeitsbezogene Betriebsanweisungen zugänglich zu machen, die über Gefährdungen und geeignete Schutzmaßnahmen informieren.

Grundlegendes

Der Arbeitgeber ist verantwortlich für die Erstellung der Betriebsanweisungen. Er kann diese Pflicht auf Führungskräfte übertragen und sich von Fachkräften für Arbeitssicherheit, Betriebsärzten und anderen fachkundigen Personen beraten lassen. Die Betriebsanweisungen sind so zu formulieren, dass die Beschäftigten die Inhalte verstehen und anwenden können. Sie sind den Beschäftigten des jeweiligen Arbeitsbereichs zugänglich zu machen, zum Beispiel durch Aushang am Arbeitsplatz. Die Beschäftigten sind verpflichtet, sich an die Betriebsanweisungen zu halten.

Zusätzlich muss allen betroffenen Beschäftigten der Zugang zum Gefahrstoffverzeichnis und zu den Sicherheitsdatenblättern ermöglicht werden. Die Sicherheitsdatenblätter ersetzen nicht die Betriebsanweisungen, jedoch können viele stoffbezogene sicherheitsrelevante Informationen aus dem Sicherheitsdatenblatt entnommen werden.

Die Grundlage für die Betriebsanweisungen bilden die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung. Ergibt die Gefährdungsbeurteilung für eine bestimmte Tätigkeit eine …

Autor: Martin Feifel-Beck

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