07.04.2016

Einstufung von Abfällen

Tischabfall

Abfallerzeuger und –besitzer müssen ihre Abfälle entsprechend der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) korrekt einstufen. Dabei ist die Herkunft der Abfälle maßgebend. In der AVV sind insgesamt 20 Herkunftsbereiche gelistet (z.B. chemische Industrie, Eisen- und Stahlindustrie, Bau- und Abbruchabfälle etc.). Diese Herkunftsbereiche sind zwingend zu berücksichtigen. Innerhalb dieser 20 Kapitel sind die konkrete Abfallart und der konkrete Abfallschlüssel zu wählen.

Gefährliche und ungefährliche Abfälle

Die AVV unterscheidet zwischen ungefährlichen und gefährlichen Abfällen (Sonderabfälle). Als gefährlich gelten alle Abfälle, die mit einem * (Sternchen) versehen sind. Alle anderen Abfälle gelten als ungefährlich. Doch ist es dringend geboten, auch bei Abfällen, die als ungefährlich eingestuft sind, die im Weiteren aufgeführten Sorgfaltspflichten zu beachten. Denn nicht selten verfolgen Staatsanwaltschaften auch die nicht korrekte – und damit illegale – Entsorgung ungefährlicher Abfälle. Und nicht selten werden Abfallerzeuger und –besitzer auch für den unkorrekten Umgang mit ungefährlichen Abfällen verurteilt.

Weitere Anforderungen an gefährliche Abfälle

Für gefährliche Abfälle sind darüber hinaus insbesondere die Nachweispflichten zu beachten. Ferner dürfen solche Abfälle grundsätzlich nur hierfür zugelassenen Transportunternehmen zum Transport übergeben werden.

Abfall zur Verwertung und Abfall zur Beseitigung

Es ist danach zu unterscheiden, ob der Abfall verwertet werden kann oder beseitigt werden muss. Denn hieran entscheidet sich, ob das Entsorgungsunternehmen frei gewählt werden kann oder ob gegebenenfalls Andienungs- und Überlassungspflichten gegenüber den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern bzw. – soweit es sich um gefährliche Abfälle handelt –Andienungs- und Überlassungspflichten gegenüber dem Träger der Sonderabfallentsorgung bestehen.

Autor: WEKA Redaktion