27.03.2017

ADR: So nutzen Sie die 1000-Punkte-Regel

Für den Transport gefährlicher Güter gelten die Vorschriften des ADR. Unternehmen, die kleinere Mengen transportieren, sollten prüfen, ob sie unter Umständen die 1000-Punkte-Regel nutzen können. Wenn es gelingt, die Transporte als Kleinmengen zu organisieren, lässt sich viel Aufwand und Zeit sparen.

1000

Die 1000-Punkte-Regel ist Teil der Transportvorschriften für Gefahrgut. Damit gibt es für kleinere Mengen Erleichterungen, die Ihre Transporte vereinfachen können und die Sie folgerichtig kennen sollten.

Viele wissen gar nicht, dass sie Gefahrgut an Bord haben. Auskunft darüber gibt das Sicherheitsdatenblatt, das zwar nicht mitgeführt werden muss, aber möglicherweise als Beweis für die Eigenschaften der transportierten Güter sehr nützlich ist.

1000-Punkte-Regel im Detail

Wenn bestimmte Mengen nicht überschritten werden, kann die 1000-Punkte-Regelung angewendet
werden. Diese Höchstmengen beziehen sich auf das Fahrzeug oder auf die „Beförderungseinheit“,
bestehend aus Fahrzeug und Anhänger.

Zur Berechnung der 1000-Punkte-Regelung identifiziert man den stoffspezifischen Faktor, der in 1.1.3.6 ADR verzeichnet ist, und multipliziert diesen mit der Menge.

Werden gemäß der 1000-Punkte-Regelung (Unterabschnitt 1.1.3.6 ADR) 1000 Punkte nicht überschritten, ist der Transport von bestimmten Vorschriften befreit, allerdings verbleiben einige: Die Versandstücke müssen korrekt gekennzeichnet sein, in der Regel mit UN-Nummer, Gefahrzettel, eventuell Kennzeichen für umweltgefährdende Stoffe und Ausrichtungspfeilen.

Autor: Markus Horn