Fachbeitrag | Beitrag aus „Energierecht“
18.12.2015

Teil 3 Aufgaben und Rechte des Grundversorgers, §§ 8-10 StromGVV

Richtig und falsch im Energierecht© triloks /​ Thinkstock

§ 8 StromGVV – Messeinrichtungen

Die Regelung des § 8 Abs. 1 StromGVV bestimmt, dass die vom Grundversorger gelieferte Elektrizität durch Messeinrichtungen nach § 21b EnWG festgestellt wird. Die Messung nach § 21b EnWG ist die Grundlage für die Abrechnung der Netzentgelte, die von den Netznutzern an den Netzbetreiber zu zahlen sind. Sie können nach § 11 Abs. 1 StromGVV auch für die Abrechnung des Grundversorgungsvertrags genutzt werden.

§ 8 Abs. 2 StromGVV entspricht in angepasster Form § 19 AVBEltV, welcher nicht mehr gilt, und verpflichtet den Grundversorger, auf Verlangen des Kunden jederzeit eine Nachprüfung der Messeinrichtungen durch eine Eichbehörde oder eine staatlich anerkannte Prüfstelle i.S.d. § 2 Abs. 4 des Eichgesetzes beim Messstellenbetreiber zu veranlassen. Die Kosten der Prüfung fallen dabei dem Grundversorger zur Last, falls die Abweichung die gesetzlichen Verkehrsfehlergrenzen überschreitet, ansonsten muss sie der Kunde tragen.

Die Regelung des § 8 Abs. 2 StromGVV soll dem Haushaltskunden die Möglichkeit geben, Einwände gegen die Richtigkeit einer Messung gegenüber demjenigen geltend zu machen, dem gegenüber auch Einwände gegen eine Abrechnung erfolgen müssen. Dem Haushaltskunden steht dadurch ein einheitlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Stellt der Kunde den Prüfantrag nicht beim Grundversorger, sondern beim Messstellenbetreiber, so muss er gemäß § 8 Abs. 2 Satz 2 StromGVV den Grundversorger hiervon zugleich mit der Antragstellung benachrichtigen. In …

Autor: Spyridon Papadopoulos 

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Energierecht“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Energierecht“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Energierecht“ jetzt 30 Minuten live testen!

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen