Fachbeitrag | Energieeffizienz
13.05.2016

Messkonzepte: verlässliche Daten für mehr Energieeffizienz

Die Optimierung der Energieeffizienz ist in Privathaushalten ebenso wie in Unternehmen nur auf der Grundlage verlässlicher Daten möglich. Um diese zu erhalten, setzt man spezielle Messsysteme und intelligente Messkonzepte ein. Ihre Kenntnis und professionelle Anwendung trägt entscheidend zur flächendeckenden Datenerfassung in Betrieben bei. Das ermöglicht es, Einsparpotenziale zu identifizieren und Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs umzusetzen.

Messkonzepte-intelligent-messen-und-daten-erhalten-Smartmeter-digitalisierung-energiewendeCreatas /​ Thinkstock

Die Digitalisierung der Energiewende ist ein entscheidender Schritt, um den Energieverbrauch weiter zu senken. Sogenannte „Smart Meter“ sind intelligente Messkonzepte und -instrumente, die den Stromverbrauch ebenso messen wie den Verbrauch von Gas, Wasser und Heizwärme.

Die ermittelten Daten werden dem Endverbraucher zur Verfügung gestellt. Er ist dabei mit Stromerzeugern und Netzbetreibern verbunden, die ebenfalls über diese Systeme Daten erfassen und untereinander kommunizieren können. Erzeugung, Netze und Verbrauch werden intelligent, also „smart“, miteinander verknüpft.

Während Smart Meter die Netzbetreiber in erster Linie dabei unterstützen, auch bei wetterabhängig erzeugtem Strom eine konstante Versorgung zu sichern, helfen sie dem Endverbraucher vor allem bei der Identifizierung von „Stromfressern“ und bei der Steigerung der Energieeffizienz.

Gesetzgebungsverfahren zur Digitalisierung der Energiewende

Intelligente Messsysteme sind von zentraler Bedeutung im Gesetzesentwurf des BMWi zur Digitalisierung der Energiewende. Im Mai 2016 wird das Gesetzgebungsverfahren zur Digitalisierung der Energiewende abgeschlossen. Es soll garantieren, dass der Einsatz intelligenter Messsysteme sicher und effizient ist: Dazu gehören z.B. Datensicherung und Datenschutz durch Schutzprofile und bestimmte technische Richtlinien.

Auch ein sinnvolles Verhältnis von Kosten und Nutzen beim Einsatz der Smart Meter soll mit diesem Gesetz gewährleistet werden, indem eine klare Kostenregelung Preisobergrenzen für sie festlegt.

Das ermöglicht es auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), ihre Messtechnik auf modernstem Stand zu halten und von den Chancen der Digitalisierung zu profitieren.

Erstberatung Messkonzepte

Für all jene Betriebe, die sich im Bereich der Energieversorgung zum ersten Mal mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen, empfiehlt sich eine Erstberatung Messkonzepte. Dabei werden Unternehmen vor Ort von einem Messexperten aufgesucht. Der Experte legt verschiedene Messpunkte fest, analysiert die bestehende Kommunikationstechnik und schlägt auf dieser Basis ein geeignetes Messsystem vor. Er kann einschätzen, ob eine temporäre Datenerfassung oder eine stationäre Lösung für das jeweilige Unternehmen die beste Entscheidung ist.

Damit die Unternehmensführung die Kosten für ein neues Messkonzept im Vorfeld einschätzen kann, erstellt der Messexperte ein Leistungsverzeichnis, das sowohl die Materialkosten als auch die Kosten für Dienstleistungen umfasst.

Autor: Susanne Niemuth-Engelmann 

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