Expertentipp | Energieeffizienz
10.06.2015

Energiedatenerfassung

Wer Einsparpotenziale realisieren will, muss sich mit Messkonzepten und Datenmonitoring befassen. Energiedatenerfassungssysteme leisten hier Unterstützung.

Energiedatenerfassung© Bastian Weltjen /​ Thinkstock

Die Energiedatenerfassung ist eines der wichtigsten Instrumente zur Erhöhung der Energieeffizienz im Unternehmen. Wer Einsparpotenziale realisieren will, muss sich mit Messkonzepten und Datenmonitoring auseinandersetzen, denn es gilt: kein sinnvolles Energiemanagement ohne konsequente Energiedatenerfassung. Professionelle Energiedatenerfassungssysteme leisten hier wertvolle Unterstützung.

Fehlerhafte Energiedaten sind ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, und Energieströme, die nicht systematisch und regelmäßig erfasst werden, sind wie ein „Kostenleck“ für die betroffenen Unternehmen. Oft werden nur die Zähler des Versorgers abgelesen, und selbst wenn betriebsinterne Unterzähler existieren, erfolgt das Ablesen meist weder regelmäßig, noch werden die Daten sinnvoll ausgewertet. Konsequentes Energiedatenmanagement (EDM) schafft hier Abhilfe.

Optimierung der Energiedatenerfassung mit EIS

Ein Energieinformationssystem (EIS) fasst die energierelevanten Daten eines Unternehmens in einer Datenbank zusammen und stellt sie für ein sinnvolles Energiecontrolling bereit. Im EIS werden die Verbrauchsdaten für die einzelnen Energieformen (Strom, Wärme, Kälte) erfasst und den innerbetrieblichen Prozessen zugeordnet. Die Einführung eines EIS ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn das System muss in die bereits im Betrieb vorhandene Informations- und Kommunikationsstruktur integriert werden. Wichtige Auswertungsinstrumente sind Rechnungen und Lieferscheine, vor allem aber Strom-, Wärme-, Gas- und Wasserzähler.

Energierelevante Daten

  • allgemeine Unternehmensdaten: Mitarbeiterzahl, Branche, Umsatz usw.
  • Energiebezug: Energieträger, erfasst nach Leistungsgang und Preis
  • Energieinfrastruktur: Anlagen zur Erzeugung, Umwandlung, Verteilung und Speicherung von Energie (Leistung und Verbrauch, Betriebsweise und -zeiten, Steuerung und Messmöglichkeiten)
  • Energieverbraucher: gebäude-, produktions- und betriebstechnische Anlagen (Leistungsbedarf und Grenzwerte, Auslastung, Produktionsmenge)
  • Energierückgewinnung: Abwärmeströme (Art und Menge, Temperatur- und Druckniveau)

Der Datenerfassung folgt die Datenprüfung, damit die Daten im EIS fehlerfrei gespeichert werden können. Darüber hinaus kann schon die Datenprüfung ein erster Schritt zur Verbesserung der Energieeffizienz sein, denn bereits an dieser Stelle des Prozesses können Verlustmechanismen wie Leerlaufverluste oder Stillstandszeiten sichtbar werden. Die eigentliche Analyse von Einsparpotenzialen erfolgt aber durch die Datenauswertung.

Energiedatenerfassungssysteme

Professionelle Energiedatenerfassungssysteme sind wichtige Hilfsmittel zur Kontrolle der Energieströme in Unternehmen. Mit geeigneter Erfassungssoftware werden Zählerdaten unabhängig vom Hersteller aufbereitet und dargestellt. Das Controlling wird so erleichtert, Energiekosten werden identifiziert und bestimmten Kostenstellen zugeordnet. Das Energiemonitoring gewährleistet auch für die Zukunft Transparenz: So können z.B. Kundenberichte aus dem Erfassungssystem generiert werden.

Autor: Susanne Niemuth-Engelmann 

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen

  • Energie |Energiemanagement

    Messkon­zepte

    So erfüllen Sie alle rechtlichen Anforderungen zur Einführung von intelligenten Messsystemen und senken Ihre Energiekosten nachhaltig.

    € 32,42 / Monat Online Version
    Jahresbezugspreis € 389,00 zzgl. MwSt.
  • Energie |Energieaudit

    Energieau­dit nach DIN EN 16247

    Der Leitfaden "Energieaudit nach DIN EN 16247" von WEKA MEDIA unterstützt Sie dabei, alle Anforderungen des EDL-G zu verstehen und erfolgreich ...

    € 248,00 CD-ROM Version
    zzgl. € 5,95 Versandpauschale und MwSt.