Fachbeitrag | Information
31.05.2016

Eine kurze Geschichte Ihrer Zeit. Die kann man nämlich nicht vermehren

„Wir haben doch keine Zeit!“ ist eine gängige Formel geworden. Immer wieder hören wir Menschen sagen, dass sie keine Zeit hätten. Doch stimmt das wirklich? Ist die Arbeit einfach nur mehr geworden, oder läuft die Zeit tatsächlich plötzlich schneller ab? Letzteres wohl eher nicht. Wie Sie effektiv an Ihrer Zeit arbeiten, erfahren Sie hier.

Modernes Büro© archideaphoto /​ iStock /​ Thinkstock

Eine kurze Geschichte Ihrer Zeit

An einem Abend in den vergangenen Wochen schaute ich mit meiner Frau den Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ an. Ein biografischer Film über das erstaunliche Leben des britischen Mathematikers Stephen Hawking. Der Name sollte bekannt sein: Mit 21 Jahren erfuhr der begabte junge Mann, dass er an einer unheilbaren Krankheit leide und nur noch ein paar Jahre zu leben habe. Hawking beschreibt in einem seiner Werke dann einen Traum, den er in der folgenden Nacht gehabt habe. In diesem Traum wurde er hingerichtet. Am nächsten Morgen sei ihm dann klar geworden, dass er etwas Vernünftiges mit seiner Zeit anfangen sollte. Sein restliches Leben kann dann nur als Wunder beschrieben werden. Heute, mit über siebzig, ist er der wohl bekannteste Wissenschaftler der Gegenwart. Was soll uns das Beispiel Hawkings zeigen?

Die Zeit schätzen lernen

Hawking war sich sicher: Die Zeit, die ich habe, muss ich, gerade wegen meiner Behinderung, effektiv nutzen. Es gibt viele Beispiele von Menschen, die aufgrund einer Einschränkung Großes bewältigen. Im Kleinen funktioniert das auch bei Ihnen – in nur fünf Schritten.

  1. Finden Sie heraus, wohin Ihre Zeit geht

Führen Sie eine exakte Aufzeichnung, was Sie tagsüber machen (nicht am Abend nachtragen!), und listen Sie alles minutengenau auf. Machen Sie das über einen Zeitraum von vier Wochen.

  1. Streichen Sie die Zeitfresser

Gehen Sie Ihre Listen anschließend durch und stellen Sie sich dabei bei jeder Tätigkeit die Frage: „Was wäre passiert, wenn ich das nicht gemacht hätte?“. Sind Sie der Ansicht, dass nichts passieren würde, wenn Sie die Aktivität streichen, dann streichen Sie sie.

  1. Übergeben Sie Aufgaben

Sie müssen nicht alles allein machen. Delegieren Sie als Rathauschef Aufgaben, die andere auch oder gar besser machen können.

  1. Schauen Sie auf die effiziente Nutzung Ihrer Zeit

Überdenken Sie immer wieder Ihre Arbeitsweise und legen Sie neue Listen an, wenn Sie glauben, dass Ihre Zeit wieder unproduktiv wird.

  1. Bündeln Sie die gewonnene Zeit in Schlüsselaufgaben

Das ist der entscheidende Schritt. Als Führungskraft ist es Ihre Aufgabe, Strategien zu entwickeln und konsequent an ihnen zu arbeiten. Die Umsetzung überlassen Sie anderen. Fragen Sie sich immer wieder, was Ihre Kernaufgaben sind und wie Sie sie mit der jetzt gewonnenen Zeit sinnvoll nutzen. Sie werden sehen: Zeit ist relativ, und ab sofort haben Sie mehr davon!

Quelle/Literaturtipp

Arnold, Frank: „Management. Von den Besten lernen“, Hanser-Verlag 2012.

Autor: Benjamin Heimerl 

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