03.12.2015

ABC für den Ernstfall

Alle Schulen in Sachsen-Anhalt erhalten Ende des Jahres erstmals eine umfangreiche Handreichung für den Umgang mit schulischen Krisen – den so genannten Krisenordner. Er soll dabei helfen, schnell und angemessen auf Krisensituationen und Notfälle zu reagieren.

Rotes Rathaus Berlin

Schulen in Sachsen-Anhalt erhalten zum Jahresende einen „Krisenordner“

Zum Jahresende erhalten alle Schulen in Sachsen-Anhalt erstmals eine umfangreiche Handreichung für den Umgang mit schulischen Krisen – den „Krisenordner“. „Der Ordner ist eine wichtiges Hilfsmittel für die Schulen im Land, um schnell und angemessen auf Krisensituationen und Notfälle reagieren zu können“, sagte Kultusstaatssekretär Dr. Jan Hofmann am Montag dieser Wochen (30. November 2015) bei der Präsentation der Handreichung in Magdeburg. Solche Fälle seien zwar Ausnahmen im schulischen Alltag. „Dennoch muss der Umgang damit und die Prävention notwendiger Bestandteil der Arbeit in den Schulen sein, gerade weil derartige Ereignisse nicht alltäglich sind“, unterstrich der Staatssekretär.

Zugleich hob Hofmann die langfristige Vorbereitung und Erstellung des Materials durch das Landesschulamt und die Einbindung verschiedener Gremien sowie den fachlichen Austausch mit Polizei und Notfallseelsorge in Sachsen-Anhalt hervor. Mit dem Ordner seien die Schulen im Land gut vorbereitet, um den Umgang mit besonderen Schadensfällen und Bedrohungssituationen meistern zu können, so Hofmann.

Der knapp 290 Seiten umfassende Krisenordner ergänzt die bereits bestehenden rechtlichen Grundlagen zum Umgang mit Schadensfällen und Bedrohungslagen und bietet hier praktische Handlungsleitfäden in konkreten Krisenfällen an. Dazu zählen Naturkatstrophen, Unfälle und der Ausbruch eines Feuers ebenso wie Drohungen gegen die Schule, Fälle von Gewalt, Mobbing, medizinische Notfälle bis hin zum Umgang mit dem Tod.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")