15.12.2016

Neue DIN-Normen für Wandhydranten

Wandhydranten sind ortsfeste Anlagen, die der Feuerwehr, unterwiesenem Personal und Laien zur Bekämpfung von Bränden dienen. Grundsätzlich werden sie in Wandhydrant Typ f und Wandhydrant Typ s untergliedert, die in der Handhabung zwar gleich sind, sich aber in Löschwassermenge und Art des Wasserversorgungsanschlusses grundsätzlich unterscheiden.

Ein Wandhydrant ist eine ortsfeste Anlage, die der Feuerwehr, unterwiesenem Personal und Laien zur Bekämpfung von Bränden dient. Grundsätzlich werden Wandhydranten in zwei Typen untergliedert, die in der Handhabung zwar gleich sind, sich aber in Löschwassermenge und Art des Wasserversorgungsanschlusses grundsätzlich unterscheiden.

Beim Wandhydranten – Typ S – ist der Anschluss von Feuerwehrschläuchen nicht möglich. Wandhydranten – Typ F – dienen der Brandbekämpfung durch Laien und durch die Feuerwehr.

Wandhydrant Typ S mit formstabilem Schlauch

Wandhydranten mit formstabilem Schlauch (Wandhydrant Typ s) werden in DIN 14461-1  Feuerlösch-Schlauchanschlusseinrichtungen  – Teil 1: Wandhydrant mit formstabilem Schlauch  behandelt. Sie geben – anders als Wandhydranten mit Flachschlauch – anwesenden Personen im Ernstfall die Möglichkeit der Selbsthilfe, ohne dass spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind.

Diese Norm wurde auch vor dem Hintergrund überarbeitet, eine hygienische Beeinträchtigung des Wassers aufgrund von Stagnation zu vermeiden. Sind solche Anlagen mit der Trinkwasserversorgungsanlage verbunden, stellen sie eine Gefahr für das Trinkwasser dar. Für den Anschluss der Wandhydranten an die Trinkwasser-Installation gilt DIN 1988-600. Die vorliegende Norm soll dazu beitragen, Löschwasserleitungen mit geringeren Querschnitten zu ermöglichen. Diese Löschwasserleitungen sind nicht für die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr geeignet, sondern  nur für die Selbsthilfe der Gebäudenutzer gedacht.

In dieser Norm sind auch Anforderungen an Schränke und deren Ausstattung für Schlauchhaspeln mit formstabilem Schlauch nach DIN EN 671-1 festgelegt. Sie spezifiziert die Wandhydranten-Ausführungen Typ F und Typ S, die sich in Anwendungsbereich, Löschleistung und Anforderungen an den Wasseranschluss unterscheiden.

Schlauchanschlussventile

Die Norm DIN 14461-3  Feuerlösch-Schlauchanschlusseinrichtungen  – Teil 3: Schlauchanschlussventile PN 16 legt Anforderungen an Schlauchanschlussventile fest, die innerhalb von Wandhydranten als Anschluss an die Wandhydrantenanlagen dienen oder als sonstige Entnahmestelle einer Löschwasseranlage  nach  DIN  14462  eingesetzt  werden.

Wandhydranten Typ F mit Flachschlauch

Wandhydranten mit Flachschlauch (Wandhydrant Typ f) sind geregelt in  DIN 14461-6  Feuerlösch-Schlauchanschlusseinrichtungen – Teil 6: Wandhydranten mit Flachschlauch für geschultes Personal. Diese Wandhydranten sind zum Anschluss an Löschwasserleitungen „nass“ oder „nass/trocken“ nach DIN 14462 bestimmt. Wandhydranten mit Flachschlauch dienen der Brandbekämpfung durch die Feuerwehr sowie durch Personen mit besonderen
Brandschutzaufgaben, die in der Handhabung dieser Löschwassereinrichtung entsprechend geschult sind. Für die Planung, Errichtung sowie Betrieb und Instandhaltung von Löschwasserleitungen gilt DIN 14462. Inhaltlich gleicht der Teil 6 dem Teil 1, nur dass hier die Wandhydranten mit Flachschlauch geregelt werden.

Autor: Reimund Roß