12.12.2017

Personalrat könnte intensiver auf die Gefahr von Wegeunfällen hinweisen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hatte eine Umfrage unter jungen Beschäftigten veranlasst und kam zum Ergebnis, dass jeder sechste auf dem Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte schon einen Wegeunfall erlitten hat. Eine wesentliche Ursache hierfür ist Unaufmerksamkeit. Die Jungen möchten gerne über Wegeunfälle mehr informiert werden. Hierzu könnte Ihr Personalrat gut beitragen.

Wegeunfälle

Bedarf bei jungen Menschen

Eine repräsentative Umfrage für das Präventionsprogramm „Jugend will sich-er-leben“ im Auftrag der Landesverbände der DGUV führte zu dem Ergebnis, dass fast ein Drittel (31 %) der 16- bis 25-Jährigen auf ihrem Weg zur Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte schon einmal in eine gefährliche Situation geraten sind. Dies war einer Pressemeldung der DGUV vom 15.11.2017 zu entnehmen.

Auch das Thema „Ablenkung“ war Teil der Umfrage. So gaben über ein Drittel (37 %) der jungen Menschen an, sich manchmal unkonzentriert zu fühlen, mit den Gedanken woanders oder durch anderes, wie das Smartphone, abgelenkt zu sein.

Was ist im Ernstfall zu tun?

Jeder sechste junge Berufstätige (17 %) hatte schon einmal einen Wegeunfall. Viele junge Menschen sind unsicher, ob ein Wegeunfall meldepflichtig und welcher Arzt zuständig ist. Die Hälfte (50 %) der Befragten wissen nicht, dass sie sich bei einem von der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zugelassenen Durchgangsarzt behandeln lassen müssen. Laut der Umfrage wünschen sich über zwei Drittel (69 %) der 16- bis 25-Jährigen mehr Informationen zum Thema „Wegeunfälle“.

42,4 Prozent der tödlichen Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-Unfallversicherung entfallen auf Berufsschülerinnen und Berufsschüler. Sie gehören damit bei Wegeunfällen zur Risikogruppe Nummer 1. Auszubildende auf die Gefährdungen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen sowie Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie gefährliche Situationen vermieden werden können, ist daher eine wichtige Aufgabe für das Präventionsjahr 2017/18.

Personalratsmitglieder können informieren

Als Personalratsmitglied können Sie durch Beschaffen und Verteilen von einschlägigem Informationsmaterial dabei mithelfen, dass insbesondere die jungen Leute über die Gefahren auch in Ihrer Dienststelle besser informiert werden. Das gilt auch für das Präventionsprogramm im Rahmen der Aktion „Jugend will sich-er-leben“. Wenden Sie sich im Internet an die Adresse www.jwsl.de/presse

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)