06.06.2018

Monitor „Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz“

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) teilte im Mai 2018 der Öffentlichkeit mit, dass ein Monitor „Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz“ erstellt worden sei. Er basiere auf der Längsschnittstudie „Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg“, für die 770 Personalverantwortliche sowie 7.100 Beschäftigte befragt worden seien.

Chancengleichheit

Unterschiede von Frauen und Männern in der Arbeitswelt

Die Teilnahme von Frauen am Arbeitsmarkt hat in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Im Jahr 2015 lag die Erwerbstätigenquote von Frauen bei fast 70 Prozent (69,8), die von Männern bei 77,7 Prozent. Doch nach wie vor bestehen signifikante Geschlechterunterschiede: Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihres Arbeitsvolumens, ihrer Löhne und Gehälter sowie ihrer Anteile in Führungspositionen.

Das BMAS führt ein Beispiel besonders an: Während lediglich 14 Prozent der Frauen in einer Leitungsposition arbeiten, sind es bei den Männern 32 Prozent. Doch selbst Frauen in Führungspositionen erleben Benachteiligungen: Sie führen im Durchschnitt 18 Mitarbeitende weniger als Männer und fühlen sich bei Beförderungen oder Gehaltserhöhungen häufiger übergangen. Gleichzeitig setzen immer mehr Betriebe gezielt Maßnahmen für mehr Chancengleichheit um, und jeder vierte Betrieb will den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit für Führungskräfte und spezielle Weiterbildungen sind die häufigsten Maßnahmen auf dem Weg dahin.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)