11.12.2017

Kinderbetreuung: Flexiblere Kita-Öffnungszeiten in NRW angekündigt

In den Kitas von Nordrhein-Westfalen sollen bedarfsgerechte Betreuungsangebote in den Randzeiten sowie bei Schicht- und Nachtarbeit geschaffen werden. Das forderte für die Landesregierung Familienminister Stamp beim Besuch einer inklusiven Kindertagesstätte. Er bekräftigte, dass sich die Landesregierung für flexiblere Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen stark mache.

Kinderbetreuung

Bedarfsgerechte Angebote für Kinderbetreuung

Aus einer Pressemitteilung der Landesregierung von NRW geht hervor, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden soll. Ziel sei es, bedarfsgerechte Betreuungsangebote in den Randzeiten sowie bei Schicht- und Nachtarbeit zu schaffen. Familienminister Joachim Stamp hat beim Besuch einer inklusiven Kindertagesstätte bekräftigt, dass sich die Landesregierung für flexiblere Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen stark mache. „Wir brauchen eine liebevolle und geborgene Umgebung für unsere Kleinsten und bedarfsgerechte Betreuungsangebote in Nordrhein-Westfalen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Davon können insbesondere Alleinerziehende oder Eltern im Schichtdienst profitieren.“

Bundesprogramm „KitaPlus“

Im Rahmen des Bundesprogramms „KitaPlus“ bietet der Träger der Kita für zwölf Kinder im Alter von null bis sechs Jahren eine erweiterte Öffnungszeit zwischen 5.30 und 18.00 Uhr an. Die Verweildauer der einzelnen Kinder überschreitet aus pädagogischen Gründen aber nicht die maximale Betreuungszeit von 45 Stunden pro Woche und neun Stunden am Tag. Die Schwerpunkte der Einrichtungen liegen unter anderem in der Inklusion und Entwicklungsförderung.

Ausweitung von Öffnungszeiten

Der Minister betonte, dass alle Kinder gute Entwicklungschancen bekämen. Kindertageseinrichtungen seien ein zentraler Baustein in der Bildungsbiografie. Deswegen habe die Stärkung der frühkindlichen Bildung für die Landesregierung Priorität. Die Ausweitung von Öffnungszeiten ist einer von vier Schritten, mit denen die Landesregierung die Kita-Landschaft in NRW reformieren und zukunftssicher machen möchte. Dazu gehören vor allem ein Kitaträger-Rettungsprogramm in Höhe von einer halben Milliarde Euro, das drohende Schließungen von Einrichtungen verhindert, sowie eine dauerhafte auskömmliche Finanzierung und die Steigerung der Betreuungsqualität.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)