Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Gefahrstoffmanagement“
21.07.2016

Umgang mit Gefahrstoffen

© ArtboyAnimation/​iStock/​Thinkstock

Der Begriff „Umgang“ wird seit der Gefahrstoffverordnung 2005 als „Tätigkeiten“ bezeichnet. Nach § 2 Abs. 4 Gefahrstoffverordnung ist „Tätigkeit (…) jede Arbeit mit Stoffen, Zubereitungen oder Erzeugnissen, einschließlich Herstellung, Mischung, Ge- und Verbrauch, Lagerung, Aufbewahrung, Be- und Verarbeitung, Ab- und Umfüllung, Entfernung, Entsorgung und Vernichtung. Zu den Tätigkeiten zählen auch das innerbetriebliche Befördern sowie Bedien- und Überwachungsarbeiten.“

Was ist eine Tätigkeit?

Eine Tätigkeit ist jede Arbeit, bei der Stoffe, Zubereitungen/Gemische oder Erzeugnisse im Rahmen eines Prozesses einschließlich Produktion, Handhabung, Lagerung, Beförderung, Entsorgung und Behandlung verwendet werden oder verwendet werden sollen oder bei der Stoffe oder Gemische entstehen oder auftreten. Hierzu gehören insbesondere das Verwenden im Sinne des § 3 Nr. 10 Chemikaliengesetz sowie das Herstellen. Tätigkeiten im Sinne der GefStoffV sind auch Bedien- und Überwachungsarbeiten, sofern diese zu einer Gefährdung von Beschäftigten durch Gefahrstoffe führen können.

Die Begriffe „Umgang“/„Tätigkeiten“ stellen damit den Oberbegriff für alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Gefahrstoffen dar.

Gefährdungsbeurteilung

Nach § 7 Abs. 1 GefStoffV darf „der Arbeitgeber (…) eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen erst aufnehmen lassen, nachdem eine Gefährdungsbeurteilung nach § 6 durchgeführt und die erforderlichen Schutzmaßnahmen nach Abschnitt 4 ergriffen worden sind“.

Schutzmaßnahmen

Autor: Ulrich Welzbacher

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