23.06.2016

Leitern und Tritte

Sicherheitsingenieur

Leitern und Tritte sind Geräte, die ortsunabhängig aufgestellt und zum Aufstieg benutzt werden können.

Die links und rechts in Holme eingepassten Sprossen von Leitern dienen dem Auf- und Abstieg. Diese Sprossen werden auch als Stufen bezeichnet. Je nach Art der Leiter besteht diese aus Holz, Stahl, Aluminium oder Kunststoff, kann an eine Wand gelehnt werden, frei stehen oder aufgehängt werden.

Im Gegensatz zu einer Leiter wird unter einem Tritt ein Aufstieg mit nur wenigen Stufen verstanden. Auch Tritte können an unterschiedlichen Orten aufgestellt werden. Dabei stehen sie in aller Regel frei und ihre Seitenteile sind zug- und druckfest miteinander verbunden, wobei die oberste Fläche zum Betreten vorgesehen ist.

Anwendungsgebiete und Arten

Leitern und Tritte werden an den unterschiedlichsten Orten benötigt. Häufige Anwendungsgebiete sind enge Treppenhäuser, Dächer oder enge Regalgänge wie beispielsweise in einem Lager.

Der Arbeitsplatz, der ausschließlich mittels Leiter oder Tritt erreicht werden kann, wird als hochgelegener Arbeitsplatz bezeichnet und wird daher als gefährlicher eingestuft als ein Arbeitsplatz, der sich in Bodennähe befindet. Aus diesem Grund sollten Leitern und Tritte nur dann Anwendung finden, wenn die Benutzung von sichereren Arbeitsmitteln aufgrund von baulichen Gegebenheiten ausgeschlossen ist.

Da Leitern und Tritte bereits langjährig genutzte Hilfsmittel sind, haben sich im Lauf der Zeit immer mehr Arten entwickelt. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die gängigsten Leiterarten:

  • Anlegeleitern – hierunter fallen auch Schiebleitern, Steckleitern, Klappleitern, Bauleitern und Hängeleitern
  • Stehleitern – zweischenklig und frei stehend
  • Kombinationsleitern – können entweder Anlege- oder Stehleiter sein
  • mechanische Leitern – fahrbare, frei stehende Schiebeleitern mit oder ohne Arbeitskorb
  • Steigleitern, Seilleitern und Dachleitern

Hinweise für die Auswahl von Leitern und Tritten

Die Auswahl der richtigen Leiter bzw. des richtigen Tritts orientiert sich maßgeblich an den folgenden Fragen:

  • Welche Arbeitsaufgabe muss erledigt werden?
  • Welche Arbeitsweise wird auf der Leiter bzw. auf dem Tritt angestrebt?
  • Wie groß muss die Traglast der Leitern und Tritte sein?
  • Wie ist die Bodenbeschaffenheit im Arbeitsumfeld?
  • Beeinträchtigen die Arbeiten auf Leitern oder Tritten den innerbetrieblichen Verkehr?
  • Wie groß ist der Abstand zu Absturzkanten?

Sind die Antworten auf diese Fragen eher kritisch, so gilt es zu prüfen, ob sicherere Hilfsmittel für die Arbeitsaufgabe herangezogen werden können. Zu diesen sichereren Arbeitsmitteln gehören unter anderem Gerüste, Hubarbeitsbühnen oder Arbeitskörbe.

Tipp: Im Downloadbereich finden Sie eine Unterweisung Leitern und Tritte und eine Muster-Betriebsanweisung Leitern.

Autor: WEKA Fachredaktion

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