23.06.2016

Brandschutz im Labor

Sicherheitsingenieur

Ein Labor, oft auch als Laboratorium bezeichnet, ist ein meist für naturwissenschaftliche Zwecke genutzter Arbeitsraum. Anders als an einem Büroarbeitsplatz wird in einem Labor auch praktisch gearbeitet. Diese praktischen Arbeiten sind meist Experimente, sämtliche Formen von Tests oder Kontrollen wie beispielsweise Lebensmittelkontrollen.

Allgemein kann ein Labor als bezeichnet werden als:

  • chemisches Labor
  • physikalisches Labor
  • biologisches Labor
  • technisches Labor oder
  • medizinisches Labor

Neben eigenständig tätigen Laboren existieren auch Labore, die Unternehmen der Industrie zugeordnet sind. Hier werden vor allem regelmäßige Qualitätskontrollen durchgeführt. Sie dienen aber auch der Produktentwicklung, indem sie neue Informationen über Produkteigenschaften liefern können.

An diese Art von Einrichtung werden besondere Anforderungen hinsichtlich Sauberkeit und Sicherheit gestellt. Vor allem in physikalischen und chemischen Laboren herrscht ein täglicher Umgang mit Materialien und Stoffen, die ein gewisses Gefahrenpotenzial aufweisen.

Brandschutz im Labor

In Laboratorien ist nicht nur mit explosiven Substanzen, sondern auch mit Krankheitserregern zu rechnen, die den Hochsicherheitsbereich nicht verlassen dürfen. Dies stellt an den Brandschutz im Labor besondere Anforderungen. Es gilt deshalb, die potenziellen Gefahren im Laborbereich zu prüfen und für adäquate Löschmittelanlagen zu sorgen, die z.B. den für die Sicherheit wichtigen Unterdruck im Labor berücksichtigen. Die folgenden Punkte machen die Bedeutung von Brandschutz im Büro deutlich:

  • die Gefahr von unbekannten, heftig verlaufenden chemischen Reaktionen
  • ein regelmäßiger Umgang mit feuergefährlichen, brandfördernden und explosionsgefährlichen Stoffen
  • und die Verwendung von offenem Feuer wie beim Bunsenbrenner

Ohne Zweifel sind Laboratorien für den Brandschutz eine besondere Herausforderung. Das Personal ist naturgemäß experimentierfreudig und arbeitet teilweise zu unregelmäßigen Zeiten. Die Geräte und Anlagen sind hochwertig, teilweise einmalig und unter Umständen noch nicht ausreichend erprobt. Die Substanzen sind selbst ohne Brandfall häufig gefährlich.

Ein längerer Ausfall des Labors kann für einen forschungsintensiven Betrieb zur Existenzbedrohung werden. Deshalb bestehen unterschiedliche Sicherheitsvorschriften und sind verschiedene Sicherheitsmaßnahmen im Einsatz, die mit dem Brandschutz harmonieren müssen.

Die in vielen anderen Fällen angebrachten Löschmittel könnten im Laborbereich verheerende Folgen haben. Würde man einfach Wasser zur Brandbekämpfung einsetzen, könnten dadurch Umweltgifte ins Grundwasser gelangen. Setzen Sie hingegen eine Gaslöschanlage ein, führt dies zu einer Druckveränderung im Labor, die letztlich Keime oder giftige Gase aus dem Laborbereich herausdrängen könnte. Löschmittelrückstände könnten die Experimente und Aufbauten beeinträchtigen oder gar zerstören. Zusätzlich gilt es, den Brand besonders schnell erkennen zu können. Es bedarf also des Einsatzes besonderer Brandschutzkonzepte.

Autor: WEKA Redaktion

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