Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Gefahrstoffmanagement“
21.07.2016

Kennzeichnung von Gefahrstoffen

© ArtboyAnimation/​iStock/​Thinkstock

Vorschriften zur Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen gibt es in Europa seit 1967 (Richtlinie 67/548/EWG). Sie wurden in Deutschland erstmals in der Arbeitsstoffverordnung von 1971 umgesetzt. Zubereitungen (Gemische) mussten nur in wenigen Fällen (Lösemittel, Farben und Lacke) gekennzeichnet werden. Die erste allgemeine Zubereitungsrichtlinie wurde 1988 erlassen (Richtlinie 88/379/EWG). Seit 2009 gilt in Europa die EG-CLP-Verordnung, die unmittelbar in allen Mitgliedstaaten gilt und nicht mehr in nationale Rechtsvorschriften umgesetzt werden muss. Am 31. Mai 2015 laufen die letzten Übergangsvorschriften dieser europäischen Verordnung aus.

Unterschiede zwischen bisherigem EG-Recht und GHS

Der äußerlich sichtbare Unterschied zwischen der Kennzeichnung von Stoffen und Zubereitungen/Gemischen nach bisherigem EG-Recht und EG-CLP-Verordnung sind die geänderten Gefahrensymbole, die jetzt Piktogramme heißen. Während die bisherigen Gefahrensymbole in einem schwarzen Rechteck mit orangefarbenem Hintergrund dargestellt wurden, erscheinen die Gefahrenpiktogramme nach CLP-Verordnung in einem auf der Spitze stehenden Quadrat mit rotem Rand.

Die Gefahrensymbole im Transportrecht (dort als „Gefahrzettel“ bezeichnet) bleiben unverändert und unterscheiden sich auch zukünftig von den GHS-Piktogrammen.

Außerdem gibt es nach CLP-Verordnung die beiden Signalwörter „Achtung“ und „Gefahr“, mit denen plakativ das Ausmaß einer Gefahr dargestellt werden soll.

In der folgenden Tabelle sind …

Autor: Ulrich Welzbacher

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