Lexikonstichwort | Beitrag aus „GrundlagenCenter – Arbeit, Gesundheit und Umwelt“ 07.04.2016

Abwasser

Abwasser ist der Oberbegriff für die Zusammensetzung aus den Teilmengen Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Unter Niederschlagswasser versteht man das aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen abfließende und gesammelte Wasser. Schmutzwasser ist dahingegen das durch Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte Wasser. Das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende Wasser (Trockenwetterabfluss) sowie die aus Anlagen zum Behandeln, Lagern und Ablagern von Abfällen austretende Flüssigkeit (sogenanntes Deponiesickerwasser) wird in § 54 Abs. 1 Satz 1 WHG fiktiv dem Schmutzwasser gleichgestellt.

Schmutzwasser

Der Schmutzwasserbegriff erfordert nicht, dass durch den Gebrauch das Wasser nachteilig, insbesondere verschmutzt wird. Damit ist z.B. auch Kühlwasser, das nur in seiner Temperatur verändert wurde, „Abwasser“. Gebrauch ist jede Verwendung, nicht aber der Transport oder die Lagerung von Wasser. Schmutzwasser und Niederschlagswasser sind „Abwasser“ unabhängig davon, ob sie einzeln oder in Mischung vorliegen. Die Abwassereigenschaft endet nicht bereits mit der Abwasserbehandlung, sondern erst mit der Einleitung des (behandelten) Abwassers in ein Gewässer. Artikel 2 der Kommunalabwasserrichtlinie (91/271/EWG) unterscheidet zwischen „kommunalem Abwasser“ (das ist häusliches Abwasser oder ein Gemisch aus häuslichem und industriellem Abwasser und/oder Niederschlagswasser) und „industriellem Abwasser“ (Abwasser aus Anlagen für gewerbliche oder industrielle …

Autor: WEKA Fachredaktion

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