23.06.2016

Absturz

Der Absturz ist, insbesondere in Bezug auf die schweren und tödlichen Arbeitsunfälle, ein wesentlicher Schwerpunkt für die Präventionsarbeit. Dabei kommt es nicht auf die Fallhöhe an, selbst Abstürze auch aus weniger großen Höhen können schwerwiegende Folgen wie gebrochene Knochen oder Gehirnerschütterungen haben; bei ungenügender Sicherung sind derartige Verletzungen ein großes Risiko.

Warnung vor Absturzgefahr

Absturzgefährdung im Sinne der Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG besteht grundsätzlich

  • bei einer Absturzhöhe von mehr als 1,00 m über dem Boden oder über einer anderen ausreichend breiten tragfähigen Fläche sowie

  • bei Öffnungen und Vertiefungen.

Unter Absturzhöhe ist der Höhenunterschied zwischen der Absturzkante und der nächsttiefer gelegenen, ausreichend breiten und tragfähigen Fläche zu verstehen. Sind Verkehrswege oder Arbeitsplätze auf Flächen bis einschließlich 60° Neigung vorhanden, wird die Absturzhöhe erst ab der Absturzkante gemessen. Im flacher geneigten Bereich spricht man von Abrutschen.

Die Gefahr des Hinunterfallens oder Hineinstürzens besteht z.B. dann, wenn sich Arbeitsplätze und Verkehrswege in folgenden Bereichen befinden:

  • 0,20 bis 1,00 m oberhalb der angrenzenden Bodenfläche, z.B. schmale Laufstege

  • an Bottichen, Becken und Behältern mit heißen, ätzenden oder giftigen Stoffen bzw. mit Stoffen, in denen man versinken kann (z.B. Flüssigkeiten, Schlamm, Getreide, breiige Stoffe)

  • mit Rührwerken, deren Oberkanten weniger als 0,90 m über der …

Autor: WEKA Fachredaktion

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