News | Management
30.05.2016

Freiberufler arbeiten länger

Freiberufler arbeiten mehr, intensiver, länger. Ist ihre Tätigkeit noch vereinbar mit Familien- und Privatleben? Für viele ja. Mehr noch: Selbständigkeit bietet dabei sogar mehr Möglichkeiten als eine Festanstellung, wie eine Marktstudie jetzt zeigt.

Selbständigkeit© Gina Sanders /​ fotolia.com

Unternehmen vergeben Arbeiten an Freiberufler

Reutlingen, 30. Mai 2016 – Immer mehr Unternehmen vergeben Arbeiten, wo möglich auch an Freiberufler. Zwar sind Freiberufler grundsätzlich nicht ausschließlich für ein Unternehmen tätig; das könnte sich auf ihren Status als Selbständige auswirken.

Dafür liefern sie aber die Arbeit ab, meist ohne auf die Uhr zu schauen.

Mit Familien- und Privatleben vereinbar

Ein Großteil der Freiberufler arbeitet mehr als 40 Stunden pro Woche, jeder Vierte sogar mehr als 50. Trotzdem empfindet über die Hälfte ihre Tätigkeit als gut mit dem Familien- bzw. Privatleben vereinbar, nur jeder Fünfte macht dabei andere Erfahrungen. Entsprechend sieht auch die Mehrheit der Umfrageteilnehmer ihre Selbständigkeit als besser vereinbar damit als eine Festanstellung. Nur ein Drittel sieht dies genau umgekehrt.

Das sind die Ergebnisse der aktuellen Solcom-Marktstudie „Freiberufler: Arbeit und Leben im Einklang?“. Für sie hat der Reutlinger Technologiedienstleister zwischen März und Mai 2016 die 9.255 Abonnenten des „Freiberufler Magazins“ befragt. 611 von ihnen nahmen an der Umfrage teil.

Grund für Freiberuflichkeit

Für vier von zehn Befragten war demnach die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ein Grund für die Freiberuflichkeit. Nur jeder Zehnte würde den umgekehrten Weg zurück in die Festanstellung gehen.

Beeinträchtigt würde diese Vereinbarkeit lediglich durch:

  • häufigere Reisetätigkeit
  • Arbeitszeitbelastung im Projekt
  • wirtschaftliche Unsicherheit

Alles in allem verwundert es die Meinungsforscher nicht, wenn drei Viertel der befragten Freiberufler „Selbstbestimmung“ als wichtigen Wert angeben, nach dem sie ihr Leben ausrichten, gefolgt von „Erfolg und Anerkennung“.

Minderheit der Freiberufler arbeitet nur so viel wie ein Festangestellter

Zusammengenommen arbeiten 71,9 Prozent der Umfrageteilnehmer mehr als 40 Stunden pro Woche, fast ein Viertel davon sogar über 50 Stunden. Im Gegensatz dazu haben jedoch mit 20,9 Prozent fast genauso viele Freiberufler eine Arbeitswoche unter 40 Stunden.

Mehr als die Hälfte der befragten Freiberufler empfinden ihre selbständige Tätigkeit als besser geeignet für die Vereinbarkeit von Beruf mit ihrem Familien- bzw. Privatleben im Vergleich zu einer Festanstellung. Dabei wurden die beiden Antwortmöglichkeiten „besser“ (25,4 Prozent) und „viel besser“ (27,2 Prozent) fast gleich häufig genannt. Nur 7,2 Prozent der Befragten arbeiten genau 40 Stunden pro Woche – so lange wie im Durchschnitt ein festangestellter Arbeitnehmer.

 

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Autor: Franz Höllriegel 

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