Fachbeitrag | Praxis
21.05.2015

Bestattung von Menschen und Tieren zukünftig auf einem Friedhof möglich

Aus einer Pressemitteilung der Deutschen Friedhofsgesellschaft geht hervor, dass erstmals in Deutschland die gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier möglich ist. Es handelt sich dabei um eine neue Friedhofsform, die unter dem Namen „Unser Hafen“ konzeptioniert wurde.

Gräber mit Blumen© brakenj /​ iStock /​ Thinkstock

Aus einer Pressemitteilung der Deutschen Friedhofsgesellschaft geht hervor, dass erstmals in Deutschland die gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier möglich ist. Es handelt sich dabei um eine neue Friedhofsform, die unter dem Namen „Unser Hafen“ konzeptioniert wurde.

„Unser Hafen“ als neue Friedhofsform

Auf den speziell ausgewiesenen Friedhöfen können fortan Urnen von Mensch und Tier in einem Grab beigesetzt werden.

Schon im Juni 2015 sollen die ersten speziell dafür ausgewiesenen Friedhöfe in Rheinland-Pfalz (Braubach bei Koblenz) und NRW (Essen) eingeweiht werden. Der Schritt sei eine Reaktion auf die starke Nachfrage nach einem gemeinsamen Friedhof für Mensch und Tier, erklärt Judith Könsgen, Leiterin der Friedhofsverwaltung „Unser Hafen“.

Bello auf dem Kaminsims zukünftig mit Herrchen zusammen

Bislang ist es zwar rechtlich erlaubt, Tierurnen zu Hause aufzubewahren – ein Haustier darf sogar im eignen Garten bestattet werden, bis eine bestimmte Größe nicht überschritten wird, dann nur mit Antrag.

Wer seinen Bello bisher auf dem Kaminsims in Ehren hält, kann für den Fall des eignen Todes die Hinterbliebenen bitten, eine gemeinsame Bestattung mit dem geliebten Haustier zu veranlassen.

Mit dem neuen Angebot möchte man Menschen mit Tieren ansprechen, die sich eine gemeinsame Bestattung wünschen und für sich und das Tier vorsorgen wollen. Das Angebot umfasse zunächst ausschließlich Urnengräber, mit der Wahl zwischen freier Grabgestaltung mit eigener Grabpflege oder einem Grab inklusive der gärtnerischen Arbeiten.

Für ältere Bürger sei heute oftmals das Tier der einzig verbleibende treue und nahe Begleiter. „Da kann die Aussicht, den letzten Weg gemeinsam zu gehen, etwas sehr tröstliches sein“, so Könsgen. „Vielleicht gelingt es durch den Friedhof „Unser Hafen“ sogar, sich dem aus unserem modernen Leben weggedrängten Thema Tod und Sterben neu zu nähern“.

Autor: Anna Hoppe 

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