Vorschrift/Gesetz | Energierecht
10.02.2016

Neues Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, kann schon jetzt große Erfolge verzeichnen. 25 Prozent der deutschen Stromversorgung erfolgen inzwischen über erneuerbare Energien. Eine wichtige Aufgabe der Zukunft ist es daher, die Stabilität und Sicherheit der Stromnetze auch bei volatiler Stromerzeugung zu gewährleisten.

Digitalisierung der Energiewende© Photo-Dave /​ Thinkstock

Zu den erneuerbaren Energien gehören Photovoltaik, Windenergie auf See und an Land, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft. Der Ausbau regenerativer Stromerzeugungsanlagen ist in vollem Gange. Dies kann zu Situationen führen, in denen konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden oder ihre Leistung verringern müssen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will Maßnahmen ergreifen, um diese Gefahr zu bannen. Dazu gehört nicht nur der konsequente Netzausbau, sondern auch die intelligente Verknüpfung von Netzen, Verbrauch und Erzeugung. Ein System, das stark auf wetterabhängig erzeugten Strom setzt, muss flexibel reagieren können.

Intelligente Messsysteme – „Smart Meter

Intelligente Messsysteme, sogenannte „Smart Meter“, sind dabei von zentraler Bedeutung. Sie erfüllen gleich mehrere Aufgaben bei der Sicherung konstanter Stromversorgung:

  • Übermittlung von Netzzustandsdaten
  • Bereitstellung von Verbrauchsinformationen (für Erzeuger, Netzbetreiber und Endverbraucher)
  • Unterstützung von Steuerungsmaßnahmen

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

Das BMWi hat einen Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende vorgelegt. Im Mai 2016 wird das Gesetzgebungsverfahren voraussichtlich abgeschlossen. Das Gesetz soll Sicherheit und Effizienz beim Einsatz intelligenter Messsysteme gewährleisten.

Schutzprofile und technische Richtlinien für Smart Meter, die Datenschutz und Datensicherung garantieren, sollen in dem Gesetz für verbindlich erklärt werden. Weiterhin soll ein Regelungs- und Regulierungsrahmen dafür sorgen, dass bei der Einführung intelligenter Messsysteme Kosten und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Eine klare Kostenregelung wird Preisobergrenzen festlegen.

Nutzen für den Endverbraucher

In den meisten Haushalten kommen nach wie vor alte, elektromechanische Stromzähler zum Einsatz. Diese können weder Einspeisewerte noch Verbrauchsdaten transparent machen. Smart Meter sind darum auch ein Instrument zur Kosteneinsparung bei den Endverbrauchern, seien es Unternehmen oder Privathaushalte. Zudem sind sie wichtig für die Anwendung beim sogenannten „Smart Home“, dem vernetzten Zuhause, und können direkt eingesetzt werden, um z.B. selbstregulierende Heizungssysteme zu optimieren.

Autor: Susanne Niemuth-Engelmann

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