02.06.2021

ISO 50003:2021: Neue Norm für die Zertifizierung nach ISO 50001

Die Akkreditierungsnorm ISO 50003 wurde überarbeitet und im Mai 2021 in englischer Sprache veröffentlicht. Eine Übersetzung als DIN-Version folgt. Die Norm regelt die Anforderungen an die Stellen, die Energiemanagementsysteme (EnMS) auditieren und zertifizieren. Da jedes Unternehmen, das sein EnMS zertifizieren lassen möchte, mit diesen Stellen zu tun hat, wirken sich die Änderungen auch auf sie aus. Verschaffen Sie sich hier einen ersten Überblick über alle Neuerungen, die die Überarbeitung der ISO 50003:2021 mit sich bringt.

Vorschriften ändern sich 2021

Die ISO 50003:2021 wird nach einer Übergangsfrist die neue Grundlage für die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2018 darstellen. Sie ersetzt damit die ISO 50003:2014. Die 2021-Fassung beinhaltet folgende Neuerungen:

  • Für Unternehmen mit Energiemanagementsystem besonders interessant: Die Kalkulationsmethodik für die Auditaufwände hat sich geändert
  • Es gibt neue Anforderungen an die Zertifizierung einer Organisation mit mehreren Standorten.
  • Mit dem neuen Standard entfällt die Einteilung der Auditorenkompetenz in die bisherigen acht Geltungsbereiche, Kenntnisse technischer Natur (z.B. Beleuchtung, Druckluft, elektrische Antriebe etc.) setzt die Norm jedoch voraus.
  • Die Struktur hat sich an die Akkreditierungsgrundnorm für Managementsystemzertifizierungen die ISO/IEC 17021-1:2015 angepasst.
  • Begriffsdefinitionen haben sich verändert.

Zertifizierungsstellen werden auf Basis der ISO 50003:2021 ihr Zertifizierungsverfahren anpassen. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald mehr darüber bekannt ist.

Autor: WEKA Redaktion