Fachbeitrag | Information
05.08.2016

Wie das kommunale Warnsystem „Katwarn“ funktioniert und was Sie in Ihrer Kommune investieren müssen

Social Media zur schnellen, aber vor allen Dingen breiten Information der Bürgerinnen und Bürger werden in den Kommunen immer beliebter. Das können schöne Dinge sein, wie auf Restkarten für ein Konzert aufmerksam zu machen, aber auch Dinge wie ein Amoklauf oder eine schwere Überschwemmung. Katwarn kann dabei als gute Alternative zu Twitter dienen – aber es ist nicht kostenlos.

Mann mit Megaphon© Thinkstock /​ iStock /​ RyanKing999

Das kommunale Warnsystem kann von allen gängigen Plattformen heruntergeladen werden und ist für die User kostenlos. Aber jetzt der Haken: Als Kommune, also als Betreiber, müssen sie aktuell für das spezielle Redaktionssystem 3.000 € entrichten, hinzu kommen noch Stückkosten für die versendeten SMS. Denn das System ist multikanalfähig: SMS, E-Mail und die App können mit dem gleichen Content bespielt werden. Der User trägt zu Beginn ein, in welchem PLZ-Bereich er Warnungen erhalten soll. Das schränkt den Dienst positiv ein, denn nicht jeder User erhält alle Nachrichten. Zusätzlich kann über die trianguläre Ortung durch die Handymasten auch automatisch der gegenwärtige Standort eingestellt werden.

Katwarn ist zudem kompatibel zu den gängigen Social-Media-Plattformen, sodass die Warnungen dorthin versendet werden können.

Alternativen

Natürlich gibt es auch Alternativen zu Katwarn: „Nina“ zum Beispiel. Diese App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Notfall-, Informations- und Nachrichten-App) funktioniert im Grunde wie Katwarn, auch dort kann der aktuelle Standort dafür genutzt werden, in Gefahrenmomenten Warnungen zu geben und Tipps zur eigenen Sicherheit zu vermitteln.

Eine nicht unerhebliche Summe von 3.000 € will gut überlegt sein und kann eigentlich nur regional entschieden werden: Haben Sie häufiger mit Überschwemmungen zu kämpfen? Dann lohnt sich die Investition. Sind Sie allerdings ein recht kleiner Ort, dann sollten Sie auf die kostenlose App „Nina“ verweisen und dafür vielleicht aktiv werben, denn eines wurde am Freitag deutlich: Kluge, strategisch verlässlich genutzte Plattformen können Menschenleben retten.

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)

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