Kindergesundheit durch Prävention in Kitas
Die Stadt München geht in ihren Kindertageseinrichtungen neue Wege im Bereich der frühkindlichen Gesundheitsförderung und Prävention. Im Rahmen des Papilio-Programms werden pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte gezielt in der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen geschult.
Zuletzt aktualisiert am: 12. Februar 2026

Das Programm stärkt Kinder insbesondere darin, mit Emotionen umzugehen, Konflikte gewaltfrei zu lösen und ein positives Selbstbild zu entwickeln. So wirkt Papilio präventiv im Hinblick auf psychische Belastungen und Verhaltensprobleme; es stärkt Resilienz und legt die Grundlage für ein gesundes Aufwachsen von Anfang an. Bürgermeisterin Verena Dietl hat das Präventionsprojekt „Papilio in Kindertageseinrichtungen“ jetzt offiziell gestartet. Das Programm ist ein Kooperationsprojekt von Gesundheitsreferat und Referat für Bildung und Sport.
Die Bürgermeisterin sieht die frühe Entwicklungsphase als von zentraler Bedeutung für die Entfaltung sozialer und emotionaler Kompetenzen bei Kindern. Durch die gezielte Stärkung dieser Fähigkeiten könnten Verhaltensauffälligkeiten und psychische Probleme frühzeitig erkannt und verhindert werden. Ein Problem, das dem entgegensteht, ist die enorme Auslastung der Kindertagesstätten. Die Stadt sei sich der hohen Arbeitsbelastung der Kita-Teams bewusst und möchte die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen nachhaltig verbessern. Durch die Teilnahme am Papilio-Programm erhalten die Erziehungsfachkräfte praxisnahe Unterstützung und Orientierung, um den Kita-Alltag gesundheitsförderlich zu gestalten, Stress vorzubeugen und Kinder in ihrer Vielfalt bestmöglich zu unterstützen. So entstehe ein inklusives, wertschätzendes Umfeld, das Gesundheit, Teilhabe und Entwicklung gleichermaßen fördert, wie Dietl erläutert.
Wie die Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek erklärt, hat die Kommune gemeinsam mit dem Referat für Bildung und Sport (RBS) ein Modellprojekt entwickelt, das zunächst in den Stadtteilen Berg am Laim, Trudering-Riem, Ramersdorf-Perlach und Aubing-Lochhausen-Langwied umgesetzt wird. Bis zu 60 Kita-Kräfte werden vom Projektträger, der Papilio gGmbH, in diesem Zuge geschult, um gezielt Kinder in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, ihre Gesundheit zu fördern und einen Beitrag für mehr Gesundheitsgerechtigkeit zu leisten.
Stadtschulrat Florian Kraus betont, dass Kinder für unsere Gesellschaft das Wichtigste seien: Ihre Gesundheit stehe für die Kommune absolut im Vordergrund. Man freue sich sehr, dass über das Programm jetzt acht Trainerinnen und Trainer ausgebildet werden und direkt in den Kitas wirken könnten. Das Programm in München wird von der Barmer Krankenkasse im Rahmen des Präventionsgesetzes über die nächsten zwei Jahre unterstützt und gefördert. Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der Barmer in Bayern, empfindet es als wichtig, so früh wie möglich die psychosoziale Gesundheit der Kinder zu fördern. Mit den Papilio-Programmen werden Kinder bereits im ersten Lebensjahr unterstützt. Ziel sei es, dass zukünftig alle Kinder in München davon profitieren können und die Chance bekommen, gesund aufzuwachsen.