Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Brandschutzmanagement“
04.08.2016

Sonderbau

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Laut § 2 Abs. 4 der Musterbauordnung sind Sonderbauten Anlagen oder Räume besonderer Art oder Nutzung, die einen vordefinierten Tatbestand erfüllen. So zählen zu den Sonderbauten beispielsweise Hochhäuser, Versammlungsstätten, Gebäude mit mehr als 1.600m2 Grundfläche sowie Schulen, Hochschulen oder ähnliche Gebäude. Im Gegensatz zu Einfamilienhäusern oder Privatwohnungen bergen Sonderbauten ein erhöhtes Gefährdungspotenzial. Da sich in Sonderbauten in den meisten Fällen viele Menschen auf verhältnismäßig kleinem Raum aufhalten, ist der Sicherheitsaspekt in diesen Gebäuden besonders wichtig. Gerade auch im Hinblick auf den Brandschutz gilt es besondere Vorschriften für Sonderbauten zu beachten.

Möglichkeiten zur Brand- und Gefahrenabwehr

Obwohl Sonderbauten nicht den gängigen Standards der Baurichtlinien entsprechen, gibt es viele Möglichkeiten, eine effiziente Brand- und Gefahrenabwehr zu realisieren. Die Errichter von Sonderbauten sind hierzu auch verpflichtet, damit die Sicherheit der sich in dem Gebäude befindlichen Personen jeder Zeit gewährleistet werden kann. So entscheidet laut § 51 der Musterbauordnung schon die Anordnung der baulichen Anlagen auf dem Grundstück, ob sowohl Brand- als auch Gefahrenabwehr in ausreichendem Maße vorhanden sind. Auch die Abstände zu Nachbargrenzen oder anderen baulichen Anlagen auf dem Grundstück gilt es einzuhalten. Darüber hinaus sollten die verwendeten Baustoffe einen wesentlichen Beitrag zum Brandschutz leisten. In den meisten …

Autor: WEKA Fachredaktion

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