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Neue Mitarbeitende willkommen heißen: So setzen Sie Ihre Willkommensmappe strategisch ein

Ein gelungener Start zahlt sich aus: Wer neue Mitarbeitende vom ersten Tag an strukturiert einführt, fördert Engagement, Bindung und Produktivität. Eine klug aufgebaute Willkommensmappe hilft, typische Fragen zu klären – und zeigt gleichzeitig, wofür Ihr Unternehmen steht.

Warum eine Willkommensmappe sinnvoll ist

Vom ersten Arbeitstag an haben neue Mitarbeitende viele Fragen:

  • Wie funktioniert die Zeiterfassung?
  • Wo und wann melde ich mich im Krankheitsfall?
  • Welche Pausenregelung gilt?
  • Gibt es Social-Media-Regeln oder Dresscodes?

Mit einer Willkommensmappe beantworten Sie diese Fragen vorausschauend – und positionieren Ihre Firma als professionellen, wertschätzenden Arbeitgeber.

Was in der Willkommensmappe nicht fehlen darf

  1. Unternehmensprofil & Leitbild
  • Kurze Vorstellung des Unternehmens, inkl. Geschichte, Größe, Standorte
  • Optional: ein kurzer Willkommensgruß der Geschäftsleitung
  • Falls vorhanden: Hinweise auf das Leitbild, Werte oder Nachhaltigkeitsziele
  1. Organigramm & Kontaktliste
  • Abteilungen und Verantwortlichkeiten
  • Direkte Ansprechpersonen mit Durchwahl und E-Mail
  • Notfallnummern für Erste Hilfe, Brandschutz etc.
  1. Arbeitszeit, Pausen und Krankmeldung
  • Gleitzeitregelung, Kernarbeitszeit, Zeiterfassungssystem
  • Vorgaben zur Pausengestaltung
  • Verhaltensregeln bei Krankheit: Zeitpunkt und Form der Krankmeldung (z. B. telefonisch oder per E-Mail)
  • Hinweis zur Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (nach § 5 EFZG)
  1. Urlaub & betriebliche Abläufe
  • Wie wird Urlaub beantragt (Papier/Vorlage/Tool)?
  • Wer genehmigt? Wie frühzeitig muss er eingereicht werden?
  • Gibt es Betriebsurlaub oder Brückentagsregelungen?
  1. Nutzung von E-Mail, Telefon, Internet & Social Media
  • Interne Leitlinien zum Umgang mit beruflichen Kontaktdaten
  • Social-Media-Guidelines (DSGVO-konform)
  • Erlaubte und unerlaubte Inhalte – intern wie extern
  1. Arbeitssicherheit & Datenschutz
  • Fluchtpläne, Erste-Hilfe-Kästen, Notausgänge
  • Ansprechpartner für Arbeitssicherheit (Sicherheitsbeauftragte etc.)
  • Hinweis auf einzuhaltende Datenschutzrichtlinien nach DSGVO

Pluspunkt fürs Employer Branding

Die Willkommensmappe wirkt nach innen und außen:

  • Sie fördert die Identifikation neuer Mitarbeitender mit dem Unternehmen
  • Sie lässt sich für Recruiting-Zwecke nutzen, etwa mit einem beiliegenden Hinweis zur Weiterempfehlung im Freundes- und Bekanntenkreis – optional verknüpft mit einem kleinen Bonus bei erfolgreicher Vermittlung

Fazit

Eine gut strukturierte Willkommensmappe ist mehr als nur ein Infoheft: Sie erleichtert neuen Mitarbeitenden den Einstieg, sichert den Wissenstransfer und zeigt, dass Ihr Unternehmen professionell, organisiert und mitarbeiterorientiert agiert. Wer gleich zu Beginn Klarheit schafft, fördert Loyalität und Motivation – und gewinnt vielleicht sogar neue Talente durch Weiterempfehlung.

Autor*in: Redaktion Unternehmensführung