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Aktionen zur Europäischen Mobilitätswoche

Vom 16. bis 22. September fand die Europäische Mobilitätswoche statt. Für viele Kommunen war dies Anlass, über eigene Mobilitätskonzepte Bilanz zu ziehen oder um auf Themen der Mobilität aufmerksam zu machen. So nutzte auch die bayerische Landeshauptstadt München die Woche und bot zahlreiche Aktionen im Stadtgebiet an.

Radfahrer radeln in der Stadt

Das Mobilitätsreferat der Stadt München nahm zum zweiten Mal in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek an der Mobilitätswoche teil. Die Bibliothek wirkte am Programm mit und stellte ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Insbesondere Kinder und Jugendliche konnten dort Workshops zum Thema nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität erleben. Im Fokus der Woche stand der ÖPNV ebenso wie mobile Möglichkeiten per Rad, ein Rollstuhl-Parcours oder mit der VR-Brille durch den Verkehr.

Für manche Menschen ist die Nutzung von U-Bahn, Bus und Tram mit besonderen Herausforderungen verbunden. Mit der Schulung „Mit Bus und Tram sicher ans Ziel“ will das Mobilitätsreferat diese Personen unterstützen, den öffentlichen Nahverkehr selbstbewusst zu nutzen und sich dabei sicher zu fühlen. Die rund zweistündigen Schulungen fanden in Zusammenarbeit mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) statt. Das eigene Fahrrad unter Anleitung von erfahrenen Radl-Checkern auf Verkehrstauglichkeit prüfen und lernen, wie man kleine Mängel selbst beheben kann: Das ging bei den Radl-Schraub-Workshops in der Stadtbibliothek im Motorama.

Um typische Konfliktsituationen im Straßenverkehr zu erleben, bedarf es keiner Fahrt durch die Innenstadt. Mit dem Projekt „#AUGENBLICKWINKEL360“ der Bundesanstalt für Straßenwesen können Teilnehmende gefahrlos mittels Virtual-Reality-Brille in die Rolle von Lkw-Fahrenden schlüpfen, den Straßenverkehr aus der Perspektive von Kindern betrachten oder als Radfahrende durch die Stadt navigieren. Das Projekt macht 13 Konflikt- und Gefahrensituationen in virtuellen Welten erlebbar – ohne reale Konsequenzen, dafür aber mit vielen hilfreichen Erkenntnissen. Das Projekt ist eine Kooperation der Bundesanstalt für Straßenwesen mit dem XR-HUB Munich und richtet sich an alle Interessierten ab zwölf Jahren.

Gemeinsam mit dem Sportamt bot das Mobilitätsreferat Besuchenden die Gelegenheit, mit dem Rollstuhl einen Parcours in der Stadtbibliothek im Motorama zu meistern. Anhand von kleinen Hindernissen ließ sich buchstäblich erfahren, wie man mit dem Rollstuhl über Kanten und Bordsteine kommt. Zudem ermöglichte das Mobilitätsreferat gemeinsam mit der Münchner Stadtbibliothek einen Spaziergang zum Thema „Mobilität für alle“ an. Auf der rund zweistündigen Tour wurden Baumaßnahmen und Projekte zum Thema Fußverkehr vorgestellt und Fragen beantwortet. Der Spaziergang verlief von der Stadtbibliothek im Motorama über acht Stationen in einer etwa drei Kilometer langen Schleife durch die Innenstadt.

Wer auf der Suche nach dem passenden Fahrrad für die Familie ist, konnte beim „Go!Family Proberadeln“ am HP8 die unterschiedlichsten Modelle für den Kindertransport testen. Interessierte konnten eine breite Vielfalt an Fahrrädern ausprobieren, die – je nach Zubehör – bereits mit Babys nutzbar sind: E-Bikes mit Kinderanhänger, Longtails, zwei- oder dreirädrige Lastenräder oder Fahrräder mit Kindersitz. Zudem kann das familientaugliche Dreirad „Fun2Go“ getestet werden. Die Münchner Stadtbibliothek bot zusätzlich viele weitere Aktionen an, wie etwa eine Bastelaktion im kreativen Schilderwald, Lesungen von der Polizei für Kinder oder ein Pub-Quiz, das junge und ältere Erwachsene dazu einlädt, über Mobilität in ihrem Viertel nachzudenken.

Autor*in: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)