26.02.2019

Förderung von Energiemanagementsystemen: Neues Förderprogrammm

Seit 1. Januar 2019 gibt es die neue Förderung "Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit". Sie richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen, Stadtwerke und Energiedienstleister. Alle Maßnahmen, die die Strom- oder Wärmeeffizienz deutlich erhöhen, können durch das neue Programm gefördert werden.

Förderung von Energiemanagementsystemen

Um Unternehmen Investitionen in energieeffiziente Prozesse zu erleichtern, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Fördermöglichkeiten im Bereich Energie umgestaltet. Auch die Förderung von Energiemanagementsystemen ist davon betroffen. Das neue Förderprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ ersetzt die bestehende finanzielle Unterstützung

  • zu hocheffizienten Querschnittstechnologien,
  • zur Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung,
  • zu klimaschonenden Produktionsprozesse sowie
  • zu Energiemanagementsystemen.

Neu ist auch, dass die Fördermaßnahmen im Rahmen dieses Investitionsprogramms nun sowohl vom BAFA, als auch von der KfW betreut werden. Das antragstellende Unternehmen kann nun frei wählen, ob es einen direkten Zuschuss (über das BAFA) oder einen zinsgünstigen Kredit mit Teilschulderlass für die Umsetzung der eigenen Energieeffizienzmaßnahmen wählen möchte.

An der Ausgestaltung des neuen Förderprogramms hat die Wirtschaft mitgewirkt.

Zuschuss oder Kredit mit Tilgungszuschuss: Wie hätten Sie’s denn gern?

Betriebe erhalten die Fördermittel nicht automatisch, sondern müssen sich aktiv darum bemühen. Die neue Förderung können sie wahlweise als direkten Zuschuss beim BAFA oder als Teilschulderlass (zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss) bei der KfW beantragen. Für eine KfW-Förderung stellen Unternehmen ihren Antrag über die Hausbanken. Für die Förderung durch das BAFA hilft ihnen das Online-Portal der Behörde weiter.

Was kann gefördert werden?

Das neue Förderprogramm unterteilt sich in vier Module:

  • Modul 1: Querschnittstechnologien (Pumpen, Motoren, Ventilatoren, usw.) für schnelle Effizienzgewinne mit einer Förderquote von bis zu 40 % der förderfähigen Investitionskosten
  • Modul 2: Erneuerbare Energien zur Prozesswärmebereitstellung mit einer Förderquote von bis zu 55 % der förderfähigen Investitionskosten
  • Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Energiemanagement-software zur Unterstützung der Digitalisierung mit einer Förderquote von bis zu 40 % der förderfähigen Investitionskosten
  • Modul 4: Technologieoffene Förderung von Investitionen, die Strom- oder Wärmeeffizienz steigern mit einer Förderquote von bis zu 40 % der förderfähigen Investitionskosten

Die maximale Förderung bzw. Kreditzusage beträgt 10 Mio. Euro pro Antragsteller.

Hinweis

Kommunen, Entsorgungsbetriebe, kommunale Unternehmen und andere lokale Akteure können Umwelt- und Energiemanagementsysteme im Rahmen der am 1. Januar 2019 wieder gestarteten Kommunalrichtlinie fördern lassen. Mehr Informationen finden Sie auf www.bmu.de.

Förderung von Energiemanagementsystemen nach der neuen Förderrichtlinie

Förderungen für Energiemanagementsysteme können Unternehmen demnach im Rahmen von Modul 3 beantragen.

Zu den förderfähigen Investitionskosten zählen hier insbesondere:

  • Erwerb einer Lizenz zur Nutzung einer Energiemanagement-Software oder Softwarelösung
  • Erwerb, Installation und Inbetriebnahme von
    • Sensoren zur Integration in ein Energie- oder Umweltmanagementsystem und alternatives System
    • Analog-Digital-Wandlern
    • Aktoren zur effizienten Steuerung/Regelung von Energieströmen
    • Datenloggern sowie Gateways zur Übertragung von Sensordaten zur Softwarelösung, deren Einsatz zur quantifizierbaren Reduktion des Energieverbrauchs führen soll
  • Einweisung und Schulung des Personals durch Dritte im Umgang mit der geförderten Softwarelösung
  • Sofern es sich bei der Energiemanagement-Software um einen Cloud-Dienst handelt, die vollständigen externen Kosten zur Nutzung

Die „alte“ Förderrichtlinie gilt nur noch für noch offene Anträge und bereits bewilligte Förderungen von Energiemanagementsystemen.

Weitere Informationen zum Investitionsprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ erhalten Sie unter www.bafa.de/energieeffizienz_und_prozesswaerme oder www.kfw.de/295.

Autor: WEKA Redaktion