Fachbeitrag | Energieeffizienz
12.11.2015

Der PDCA-Zyklus im Energiemanagementsystem

zabcde PDCA: Der Begriff fällt immer dann, wenn von Qualitätssicherung die Rede ist, und steht als Abkürzung für „Plan – Do – Check – Act“. Dahinter steckt die kontinuierliche Verbesserung von Arbeitsprozessen und Produkten. Auch im Energiemanagementsystem (EnMS) spielt PDCA eine entscheidende Rolle, will man langfristig den Energieverbrauch in seinem Unternehmen reduzieren.

PDCA© Hung Kuo Chun /​ Thinkstock

Plan, Do, Check, Act: Jedes dieser vier Wörter bezeichnet einen Arbeitsschritt im Rahmen des Qualitätsmanagement-Prozesses. Die einzelnen Schritte folgen aufeinander; sind alle vier abgeschlossen, beginnt man wieder mit Schritt eins. Der Ablauf der Schritte ist also eine Art Kreisbewegung. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen Kreislauf des ewig Gleichen: Idealerweise wird in jeder neuen Runde wieder etwas optimiert. Der Vergleich mit einer Spirale, die sich kontinuierlich nach oben entwickelt, passt daher besser.

Plan – Do – Check – Act im EnMS

Auch die Norm DIN EN ISO 50001 basiert auf diesem Prozess. Bezogen auf das Energiemanagement lassen sich die einzelnen Schritte des PDCA-Zyklus wie folgt definieren:

Plan: Ziele und Energiepolitik werden festgelegt und ein fortlaufender Planungsprozess wird implementiert.

Do: Das EnMS wird eingeführt und umgesetzt. Dazu gehören der Aufbau entsprechender Managementstrukturen, die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter, Kommunikations- und Dokumentationsprozesse.

Check: Durch interne Audits wird der Erfolg des EnMS überprüft. Prozesse und Verfahren werden einer Kontrolle unterzogen, bei Defiziten werden Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen abgeleitet.

Act: Die energiepolitischen Grundsätze, die strategischen sowie operativen energetischen Zielsetzungen, die gesetzlichen Anforderungen und die Dokumentation der Planungen und Ergebnisse des EnMS werden betrachtet. Dabei werden Ziele und Ergebnisse miteinander abgeglichen. Das Topmanagement bewertet das EnMS und erarbeitet auf Basis der Ergebnisse weitere Optimierungsschritte für Prozesse und Verfahren.

PDCA in Einzelprozessen

Der PDCA-Zyklus (der nach seinem Begründer auch Deming-Kreislauf genannt wird) ist nicht nur als übergeordnetes Instrument im EnMS von Bedeutung. Er kann auch in vielen Teilbereichen eingesetzt werden und Einzelschritte unterstützen, z.B. bei der Energiedatenerfassung.

In diesem Beispiel würde PDCA bedeuten, dass auf die Planung der Energiedatenerfassung (P = Plan) der Einbau der Messgeräte und das Erfassen der Daten (D = Do) folgen würde. Check (C) wäre dann der dritte Schritt, bei dem die Messtechnik überprüft wird, die Geräte gewartet und kalibriert werden. Mit Act (A) würde die Energiedatenerfassung anhand eines Vergleichs von Zielen und Ergebnissen erweitert und optimiert werden.

Sicher die selbst gesetzten Ziele erreichen mit PDCA

Der PDCA-Zyklus dient also dazu, bestimmte Prozesse und Verfahren kontinuierlich zu wiederholen, dabei aber auch regelmäßig zu überprüfen und ggf. weiter zu verbessern. Ein solcher Zyklus bietet Sicherheit und das befriedigende Gefühl, die selbstgesteckten Ziele hinsichtlich Energieeinsatz, Energieverbrauch und Energieeffizienz tatsächlich zu erreichen.

Autor: Susanne Niemuth-Engelmann 

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