Lexikonstichwort | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Wiedereingliederung

Ist ein Mitarbeiter innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, zusammen mit dem betroffenen Arbeitnehmer und der Interessenvertretung zu klären, wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden kann. Darüber hinaus sollte besprochen werden, mit welchen Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann. Der Gesetzgeber bezeichnet diese Aufgabe als betriebliches Wiedereingliederungsmanagement.

Kündigung aus krankheitsbedingten Gründen

Kündigt der Arbeitgeber einem Mitarbeiter aus krankheitsbedingten Gründen, ohne zuvor dieses betriebliche Eingliederungsmanagement durchgeführt zu haben, so führt dies jedoch nicht ohne Weiteres zur Unwirksamkeit der Kündigung, erklärte das BAG in einem Urteil vom 12.07.07 – 2 AZR 716/06. Die Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements nach § 84 Abs. 2 SGB IX sei keine formelle Wirksamkeitsvoraussetzung für eine personenbedingte Kündigung aus krankheitsbedingten Gründen.

Führe der …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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