News | GmbH 15.04.2016

Wie Unternehmen sich auf die Betriebsprüfung vorbereiten

Von Land zu Land gravierende Unterschiede bei der Betriebsprüfung Die neuen GoBD gelten seit letztem Jahr. Doch wendet die Finanzverwaltung diese „Grundsätze von Buchführung und für den Datenzugriff“ nicht überall gleichmäßig an. In dem einen Bundesland werden sie enger ausgelegt, in dem anderen weiter. Seit diesem Jahr sind die Größenklassen nun angepasst.

Betriebsprüfung

Stress, wenn der Prüfer kommt

Betriebsprüfungen sind Stress. Ob groß, Lohnsteueraußenprüfung oder Umsatzsteuer-Sonderprüfung, kaum ein Unternehmen kommt um den Besuch eines Prüfers vom Finanzamt herum. Dann heißt es in den Unternehmen: Prüfungen vorbereiten, Platz für den Prüfer schaffen, sich Zeit für die Gespräche mit dem Prüfer nehmen und bloß nichts Falsches sagen!

Wann, was, wie?

Die Frage ist in jedem Unternehmen nur: Wann trifft es uns, was wird er wohl und wie gründlich prüfen? Ausschlaggebend für die Beantwortung ist die Betriebsprüfungsordnung. Über sie regelt die Finanzverwaltung, welche Unternehmen selten, häufig oder lückenlos geprüft werden.

Die vier Betriebsklassen

Der Newsletter für Steuervorteile „GmbH-Brief AKTUELL“ nimmt diese Vorschrift in seiner neuen Ausgabe (5/2016) näher unter die Lupe. Demzufolge werden Unternehmen eingeteilt in

  • Großbetriebe,
  • Mittelbetriebe,
  • Kleinbetriebe und
  • Kleinstbetriebe.

Verhältnismäßigkeit der Mittel

Der Umfang der Außenprüfung wird nach dem Bericht vom Finanzamt festgelegt. Bei Anordnung und Durchführung von Prüfungsmaßnahmen seien Ermessensgrundsätze zu beachten. Dazu gehört die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Der Eingriff sollte möglichst klein sein.

Weitgehende Entwarnung für Kleinstbetriebe

Großbetriebe würden in der Regel lückenlos geprüft. Mittel- und Kleinbetrieben sollen hingegen grundsätzlich höchstens alle drei Jahre geprüft werden. Grundsätzlich gilt: Je größer und risikobehafteter ein Betrieb, desto häufiger diese Drei-Jahres-Prüfungen. Klein- und Kleinstbetriebe können hoffen. Sie werden derzeit nur alle zehn bis 15 Jahre oder noch seltener überprüft.

Fachberater für kleine und mittelständige GmbHs

Der Autor des Beitrages ist der renommierte Steuerberater und Fachberater für Sanierung und Insolvenzverwaltung (DStV e.V.) Dipl.-Betriebswirt Joachim Welper, LL. M., Chefredakteur von „GmbH-Brief AKTUELL“. Er betreut vornehmlich kleine und mittelständige GmbHs.

Größenklassen auf www.gmbh-brief.de

Seit diesem Jahr sind die Größenklassen nun angepasst. Welper hat aus diesem Grund dem Beitrag eine im zugehörigen online Produkt abrufbare Tabelle mit den aktuellen Größenklassen beigestellt. Welper empfiehlt: „Es gibt bundesweit anscheinend erhebliche Unterschiede. Deshalb ist es gut zu wissen, wie es mit den Betriebsprüfungen Ihrer GmbH bestellt ist.“

 

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Autor: Franz Höllriegel