Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Werkstudent

Personen, die während der Dauer ihres Studiums als ordentlich Studierende einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule gegen Arbeitsentgelt beschäftigt werden, werden Werkstudenten genannt. Es gilt, dass diese Beschäftigung versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ist. Die Höhe der Vergütung ist auch hier ohne Bedeutung.

Die Werkstudentenregelung können Sie nur anwenden, wenn der bei Ihnen beschäftigte Student den größeren Teil seiner Zeit und Arbeitskraft für das Studium aufwendet. Das Studium muss den Schwerpunkt der Arbeitsleistung darstellen. Die Arbeit muss also nebensächlich sein. Das ist dann der Fall, wenn

  • die Arbeitszeit der Beschäftigung nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich beträgt oder

  • die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate befristet ist oder

  • die Beschäftigung ausschließlich während der Semesterferien ausgeübt wird.

Beispiel Versicherung

Ein Student arbeitet regelmäßig 17 Stunden pro Woche. Dafür werden ihm 1.900,00 € monatlich bezahlt. Dieser Job ist versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, da die 20-Stunden-Grenze nicht überschritten wird. In der Rentenversicherung besteht allerdings Versicherungspflicht, da die Beschäftigung über den Minijob hinausgeht.

Hat der Student weitere Jobs?

Achten Sie darauf, dass Sie einen Studenten danach fragen, ob er weitere Jobs ausübt. Die 20-Stunden-Grenze bezieht sich nämlich auf die Gesamtheit der Beschäftigungen. …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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