16.12.2015

Warnzeichen für drohende Zahlungsausfälle

Die GmbH von A-Z

Es gibt fast immer Warnzeichen, die Zahlungsausfällen vorangehen. Das Problem ist, dass sie zwar häufig gesehen, aber als unwahrscheinliche Fälle abgetan und die Folgen in ihrem Ausmaß unterschätzt werden.

Vorsicht, wenn es still wird

Wenn der Kunde niemals selbst anruft und es vermeidet, mit Ihnen persönlich zu sprechen, sollten Sie hellhörig werden. Häufig sind das Personen, die nicht lügen und gleichzeitig keine belastbaren Aussagen machen wollen. Grundsätzlich ist jede Form der plötzlichen Verhaltensänderung, die persönlichen Kontakt minimiert, verdächtig.

Ein häufig vorkommendes Beispiel dafür ist die Art der Bestellung: Wurde bisher immer telefonisch oder beim Außendienstmitarbeiter bestellt und dann plötzlich nur noch per E-Mail, kann dies auf Probleme hindeuten.

Skepsis bei späten Reklamationen

Offensichtlich unbegründete Reklamationen aus heiterem Himmel, nachdem Sie in einem Telefonat auf das abgelaufene Zahlungsziel hingewiesen haben, sollten Sie immer stutzig machen. Fragen Sie hier konkret nach: Warum taucht diese Reklamation erst jetzt auf? Wann genau wurde diese geäußert? Und bei welcher Gelegenheit wurde der Mangel festgestellt?

Kommt die Reklamation erst nach mehreren Mahnungen, beschreiten Sie einen Doppelweg: Lassen Sie nicht zu, dass diese Reklamation den Mahnverlauf verhindert, und verlangen Sie auf jeden Fall die Zahlung der kompletten Summe. Sagen Sie gleichzeitig zu, die Reklamation zu prüfen und eventuell daraus entstehende Nachlässe wieder zu erstatten.

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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