Fachbeitrag | Personal
09.12.2015

Vor dem Ausstieg ist vor dem Wiedereinstieg

Vorbereitung für den Wiedereinstieg beginnt bereits vor dem Ausstieg.

„Ich bin dann mal weg.“ So kann sich vielleicht ein Hape Kerkeling in seine Auszeit verabschieden. Wer seinen Ausstieg nicht als Verkaufsförderung für seine Memoiren verwerten kann, sondern in den Beruf zurückkehren will, sorgt besser vor – zeitig vor dem Ausstieg, wie „Personaltipp aktuell“ rät.

Bin dann mal weg !© DOC RABE Media /​ fotolia.com

Drei Phasen der Vorbereitung

Kissing. 9. Dezember 2015 – „Personaltipp aktuell“ (16/2015) unterscheidet drei Phasen der Vorbereitung für den Wiedereinstieg:

  1. Phase: vor dem Ausstieg,
  2. Phase: während des Ausstiegs
  3. Phase: nach dem Ausstieg

Je nach Grund der Auszeit oder Art des Ausstiegs seien innerhalb der einzelnen Phasen verschiedene Überlegungen und Aufgaben zu bewältigen.

Erwartungs- und Planungssicherheit

So diene die erste Phase der Schaffung von Erwartungs- und Planungssicherheit beim Arbeitgeber wie auch beim Arbeitnehmer. Zu diesem Zweck müsse man informieren, sich beraten und den Ausstieg gemeinsam planen. Der Mitarbeiter müsse Bescheid wissen über rechtliche und betriebliche Rahmenbedingungen wie z. B. Elternzeit und Elterngeld bzw. Arbeitszeitmodelle.

Je früher diese Planung einsetzt, desto besser für beide Seiten:

  • Einerseits könne der Arbeitgeber für die Dauer seiner beruflichen Auszeit für einen reibungslosen Ablauf der Arbeitsprozesse und rechtzeitig für eine geeignete Überbrückungs- bzw. Vertretungslösung sorgen.
  • Andererseits habe der Mitarbeiter früh eine Vorstellung von seinem Wiedereinstieg. Von Beginn an werde einer Entfremdung vorgebeugt. Durch konkrete Perspektiven sei überdies die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Auszeit kürzer ausfällt. Das wiederum könne helfen, bei den betrieblichen Kosten zu sparen.

Qualifikation und Kontaktpflege

Die zweite Phase dient der Qualifikation und Kontaktpflege. Die Auszeit des Mitarbeiters darf nicht zu seiner kompletten äußeren und inneren Entfernung vom Betrieb führen. Die Qualifikation des Mitarbeiters muss dem Betrieb, der Kontakt zu ihm erhalten bleiben.

Phase 2 nur freiwillig

Allerdings lassen sich die Ziele der Phase 2 nicht erzwingen. „Personaltipp aktuell“: „Sie können nur auf freiwilliger Basis erreicht werden. Will der Mitarbeiter hier nicht mitmachen, können Sie nur versuchen, ihm die Argumente nahezubringen und ihm die Vorteile darzustellen. Rechtlich zwingen können Sie ihn nicht.“

Wiedereinsetzung des Mitarbeiters

In der dritten Phase schließlich geht es um die Umsetzung des Wiedereinstiegs. Mit einfacher Wiedereinsetzung des Mitarbeiters auf seinen alten Arbeitsplatz und Hoffen auf ein Gelingen irgendwie ist es da nicht getan. So werde man keine Freude an dem Rückkehrer haben. „Personaltipp aktuell“: „Eine gute Planung ist unerlässlich.“

Stufenweise Rückkehr

Hier rät der Newsletter für Arbeitsrecht zu einer stufenweisen Rückkehr in den früheren Job. Arbeitgeber könnten dafür mit dem Mitarbeiter einen Einarbeitungsplan entwickeln. Vorteil für den Mitarbeiter: seine Familie kann sich allmählich an die Änderungen des Tagesablaufs gewöhnen – und er selbst wird auch nicht überfordert.

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Autor: Franz Höllriegel 

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