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14.10.2016

Unternehmer bereiten Vermögensübergabe sorgfältig vor

Mangel an Planungssicherheit aufgrund labiler Gesetzeslage

Als ob die Gesetzesmacher ihr Handwerk nicht verstünden: Immer wieder müssen die obersten Verfassungshüter eingreifen. Zuletzt im Debakel um die Erbschaftsteuer. Folge: Unternehmen können eine Vermögensübergabe kaum noch planen. Sie sollten es trotzdem – je sorgfältiger, desto besser.

Vektorgrafik mit vielen keywords zum Thema Erbschaftssteuer© W. D. Summers /​ fotolia.com

Reform auf den letzten Drücker

Unternehmensführung/Steuer.  Der Gesetzgeber kreißte – und gebar buchstäblich auf den letzten Drücker wieder eine Reform der Erbschaftsteuer. Damit wurde zunächst einmal der letztmögliche, vom Bundesverfassungsgericht dafür gesetzte Termin Ende September 2016 gewahrt. Nicht mehr, nicht weniger. Aber immerhin. Am 14. Oktober 2016 gab auch der Bundesrat grünes Licht.

Das neue Erbschaftsteuergesetz kann damit rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten.

Doch können sich erblassende Unternehmer damit schon in Planungssicherheit wiegen?

Erbschaftsteuer – Spielball der Interessen

Mitnichten. Kaum eine Steuerart sei derart zum Spielball der jeweiligen Interessen geworden wie die Schenkung- und Erbschaftsteuer, meint Dipl.-Betriebswirt Joachim Welper, Chefredakteur des Newsletters für Finanzsicherheit „GmbH-Brief AKTUELL“. Angesichts der labilen Gesetzeslage sollte die Vermögensübergabe auf die nachfolgende Generation dennoch oder gerade deswegen sorgfältig überlegt und geplant werden; „denn die nächste Reform kommt bestimmt“, so Welper.

Komplexe Materie

Die geforderte Sorgfalt erfordert allerdings die Auseinandersetzung eines jeden erblassenden Unternehmens mit einer äußerst komplexen Materie. Grund genug für Welper und sein Team, dem Thema eine üppig mit Detailinformation und Expertenwissen ausgestattete Sonderausgabe (14/2016, Erbschaftsteuer 2016) des Newsletters zu widmen.

Grundlagen im Zivilrecht

Wie komplex die Beschäftigung mit dieser Steuerart ist, zeigt schon der Aufmacher der Sonderausgabe, die Befassung mit den dafür einschlägigen Grundlagen des Zivilrechtes. Sofern nämlich ein Erblasser keine letztwillige Verfügung beispielsweise in Form eines Testamentes oder eines Erbvertrages hinterlassen hat, greift die gesetzliche Erbreihenfolge. Was aber ist die gesetzliche Erbreihenfolge? Gehört ein Verwandter automatisch dazu? Wer ist überhaupt ein Verwandter? Ein Ehepartner auch? Wie stehen die Dinge im Falle einer Adoption?

Grundlagen im Steuerrecht

Die Sonderausgabe belässt es freilich nicht dabei. Ausführlich behandelt sie weiterführende Themen im Zusammenhang mit einer Vermögensübertragung. So lauern die nächsten Stolperfallen bei den speziellen Grundlagen im Steuerrecht. Oftmals ist den Erben nicht klar, welche Bestandteile in die Ermittlung der Erbschaftsteuer einfließen und was gegebenenfalls steuerfrei vererbt werden kann.

Grundsätzliches angesichts der Reform

In dem Beitrag „Grundsätzliches zur Erbschaftsteuer“ können sich Unternehmer einen ersten groben Eindruck hierüber verschaffen. Kleiner Trost für Unternehmer, die nur noch schwerlich Vertrauen in die rechtliche Stabilität aufbringen können: Die (fast) umgesetzte Erbschaftsteuerreform ändert an dem grundsätzlichen Schema (fast) nichts.

Wertvolle Informationen für erblassende Unternehmensführer

Auf acht Seiten hält die Sonderausgabe von „GmbH-Brief AKTUELL“ weitere wertvolle Informationen für erblassende Unternehmensführer bereit wie:

  • Behandlung der Anteile an Kapitalgesellschaften,
  • Hintergründe des Gerangels zwischen Gesetzgeber und Justiz über die Reform sowie die weiteren Perspektiven nach der Reform,
  • Folgen der Reform für die Unternehmen, welche Verschärfungen bringt sie, aber auch welche Erleichterungen hält sie vor oder
  • Verschonungsbedarfsprüfung und abschmelzender Verschonungsabschlag.

Kritik des Bundesrates

Schließlich geht ein Beitrag ausführlich auf die Kritik des Bundesrates an der Reform ein. Eine Eigenart der Erbschaftsteuer ist nämlich, dass es sich zwar um ein Bundesgesetz handelt. Das Aufkommen aus dieser Steuer steht aber ausschließlich den Ländern zu. Daher die beharrliche Kritik der Länderkammer an dem Gesetzentwurf. Ist sie nun zufrieden gestellt? Oder dreht sich das Karussell demnächst weiter – ein Ende nicht in Sicht?

 

Tipp der Redaktion

Mehr dazu in der Sonderausgabe von „GmbH-Brief AKTUELL“. Sowie in einer Video-Aufzeichnung des Online-Seminars vom 6.10.2016.

Übrigens: Bei der Bestellung eines Probeheftes finden interessierte Unternehmer auch den Online-Zugang zum Archiv. Dort können Sie neben alles Ausgaben auch die Aufzeichnung dieses Seminars ansehen, wie auch Seminare zu weiteren interessanten Themen.

 

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Autor: Franz Höllriegel 

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