Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Überschuldung

Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, also die Passiva die Aktiva übersteigen, und die Fortführung des Unternehmens den Umständen nach nicht mehr wahrscheinlich ist. Zur förmlichen Feststellung der Überschuldung ist eine Überschuldungsbilanz zu erstellen. Geeignete Mittel, die Situation auf den Gesichtspunkt der Überschuldung hin zu überprüfen, sind eine Bilanz, eine Zwischenbilanz oder eine sonstige Vermögensaufstellung.

Die Überschuldung ist ein Insolvenzgrund. Bei festgestellter Überschuldung muss der Geschäftsführer die alleinige und ausschließliche Pflicht wahrnehmen, unverzüglich nach Feststellung der Überschuldung, spätestens nach drei Wochen, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen. Kein Mitglied der Gesellschaft ist neben dem Geschäftsführer zur Beantragung der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens berechtigt, so dass bei Fehlen eines Geschäftsführers ausschließlich zur Vornahme des insolvenzrechtlichen Eröffnungsantrags ein Notgeschäftsführer bestellt werden muss.

Wann liegt eine Überschuldung vor?

Ist die GmbH überschuldet, so muss der Geschäftsführer Insolvenzantrag stellen (§ 64 Abs. 1 GmbH-Gesetz) und auf Antrag wird das Insolvenzverfahren eröffnet (§ 19 Abs. 1 InsO).

Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen der Gesellschaft die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt (§ 19 Abs. 2 InsO), wenn also die Bilanz der Gesellschaft negativ ist. Mit Inkrafttreten des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes vom …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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