Fachbeitrag | Personal
13.05.2015

Teilweise große Unterschiede bei Tarifverdienst

Tarifverdienste im Jahr 2014 um 3,2 % gestiegen.

Bei der Entwicklung der monatlichen Tarifverdienste bestehen zum Teil nicht unerhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Besonders in den Bereichen Recycling und Beseitigung von Umweltverschmutzungen sowie in Forschung und Entwicklung sind die Unterschiede gravierend.

Lohngleichgewicht© beeboys /​ fotolia.com

Gehalt der Tarifmitarbeiter am stärksten gestiegen

Wiesbaden / Kissing. 15. Mai 2015 – Mit am stärksten erhöhten sich die durchschnittlichen Gehaltssteigerungen der Tarifmitarbeiter im Jahr 2014 im Bereich Recycling und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (+ 4,2 %) sowie in der Forschung und Entwicklung (+ 3,6 %). Das berichtet der Newsletter für betriebsprüfungssichere Abrechnung und Vermeidung von Nachzahlungen, „Lohn- & GehaltsProfi aktuell“ in seiner neuesten Ausgabe (6/2015) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt (Destatis).

Nicht marktbestimmte Dienstleistungen

Demnach lag im Bereich „Nicht marktbestimmte Dienstleistungen“, zu dem unter anderem die Öffentliche Verwaltung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen gehören, der Anstieg bei 3,4 %. In diesen Wirtschaftszweigen sei der Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes für den Bund und die Gemeinden (TVöD) vom März 2014 (+ 3,0 %, mindestens 90 €) besonders zum Tragen gekommen. Im Fahrzeugbau und in der Chemischen Industrie habe die Tariferhöhung bei durchschnittlich 3,3 % gelegen.

Geringere Tarifsteigerungen

Deutlich geringere Tarifsteigerungen seien im Gastgewerbe (+ 1,7 %), bei der Gewinnung von Erdöl und Erdgas, im Verlagswesen (jeweils + 1,6 %), bei der Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen (+ 1,1 %) sowie in der Luftfahrt (+ 0,6 %) erzielt worden.

Vorläufiges Gesamtergebnis korrigiert

Wie „Lohn- & GehaltsProfi aktuell“ weiter schreibt, habe das Statistische Bundesamt damit sein vorläufiges Gesamtergebnis vom Januar um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Dabei seien tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen berücksichtigt worden.

Bruttomonatsverdienste im Vergleich zu Verbraucherpreisen

Die tatsächlich gezahlten Bruttomonatsverdienste seien 2014 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 2,4 % gestiegen, die Verbraucherpreise um 0,9 %. Damit hätten die Tarif-Mitarbeiter in Deutschland im vergangenen Jahr einen Einkommenszuwachs nach Abzug der Inflationsrate von durchschnittlich 2,3 % erzielt.

Autor: Franz Höllriegel 

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