16.12.2015

Steuer

Die GmbH von A-Z

Als Steuer wird eine Geldleistung ohne Anspruch auf individuelle Gegenleistung bezeichnet, die ein öffentlich-rechtliches Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen Personen auferlegt, die einen steuerlichen Tatbestand verwirklichen, wobei die Erzielung von Einnahmen wenigstens Nebenzweck sein sollte (Definition nach § 3 AO). Damit sind Steuern eine öffentlich-rechtliche Abgabe, denen keine bestimmte staatliche Leistung gegenübersteht. Der Staat ist nicht zur Gegenleistung verpflichtet. Zahlen müssen all die, die den Tatbestand der Steuerpflicht erfüllen. Abgaben im engeren Sinne müssen hingegen aufgabenbezogen und zweckgebunden verwendet werden.

Pflichten des Geschäftsführers

Die Gesellschaft ist steuerpflichtig im Sinne der Abgabenordnung (AO). Sie schuldet alle aus ihrer Tätigkeit anfallenden Steuern. Als ihr Organ hat der Geschäftsführer ihre gesamten steuerlichen Pflichten zu erfüllen (§ 4 AO). Er hat die Steuern anhand seiner Aufzeichnungen zu ermitteln, zu erklären und die errechnete Steuer an das Finanzamt abzuführen (§§ 140 ff. AO).

Pflicht zur ordnungsmäßigen Buchführung

Im Rahmen seiner Geschäftsführung ist ein Geschäftsführer ausdrücklich zur ordnungsmäßigen Führung der Bücher und zur Erstellung der Bilanz für die Gesellschaft verpflichtet (§§ 41 ff. (GmbHG). Diese Pflicht trifft jeden Geschäftsführer, auch wenn er als Techniker tätig oder stellvertretender Geschäftsführer ist (FG München, Urteil vom 26.11.2009, 14 K 4775/06). Er muss die Bilanzen der …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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