Fachbeitrag | Management
20.05.2016

Sozialversicherung für arbeitende Rentner

Schon Norbert Blüm wusste: Die Rente ist sicher. Genauso sicher ist mittlerweile: sie reicht hinten und vorne nicht. Immer mehr Rentner arbeiten nebenher. Das birgt Stolperfallen für die sie beschäftigenden Unternehmen. Besonders problematisch: die Eingruppierung der arbeitenden Rentner bei der Sozialversicherung.

Sozialversicherung arbeitende Rentner© Rawpixel.com /​ fotolia.com

Knapper werdende Rentenkassen

Kissing. 20. Mai 2016 – Immer mehr Rentner arbeiten nebenher. Das ist verständlich angesichts immer knapper werdender Rentenkassen. Auch für Unternehmen bringt das eine Reihe von Vorteilen. Doch was vielen von ihnen nicht bewusst zu sein scheint: als Verantwortliche für Lohn– und Gehaltsabrechnung müssen sie vielfältige Vorschriften beachten.

Die korrekte Eingruppierung arbeitender Rentner bei der Sozialversicherung bereitet oft Probleme, berichtet der Newsletter für betriebsprüfungssichere Abrechnung „Lohn- & Gehaltsprofi AKTUELL“ in seiner neuesten Ausgabe (6/2016 Mai).

Das Renteneintrittsalter wankt

Das beginnt schon beim Rentenalter. Früher galt: Vom 65. Lebensjahr an dürfen Rentner grundsätzlich so viel hinzuverdienen, wie sie möchten. Sie müssen das noch nicht einmal dem Rentenversicherungsträger melden. Seit 2012 wird das Renteneintrittsalter bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.

Nur wer vor dem 1. Januar 1947 geboren wurden, erreicht die Regelaltersgrenze mit dem 65. Geburtstag. Bei später Geborenen wird die Regelaltersgrenze schrittweise auf das vollendete 67. Lebensjahr angehoben.

Hinzuverdienst zur Rente

Eine andere oft verkannte Problemstelle ist die Lohnsteuer. Grundsätzlich ist der Hinzuverdienst von Rentnern lohnsteuerpflichtig. „Lohn- & Gehaltsprofi AKTUELL“ geht ausführlich auf Ausnahmen ein.

Eine solche bildet die geringfügige Beschäftigung, auch Mini-Job genannt. Hier bleibt der Hinzuverdienst unter 450 Euro pro Monat.

Elektronische Lohnsteuerkarte

Übersteigt das Arbeitsentgelt diese Grenze nicht, muss der Arbeitnehmer eine sogenannte ELSTAM- Bescheinigung vorlegen mit den „Elektronischen LohnSteuer Abzugs Merkmalen“, umgangssprachlich auch als „elektronische Lohnsteuerkarte“ bezeichnet.

Durch die Vorlage der ELSTAM-Bescheinigung wird das Entgelt aus dem Mini-Job bei der Einkommensteuererklärung des Rentners hinzugezählt. Das aber könne, so der Bericht, zu einer Steuernachzahlung führen.

Die besondere Lohnsteuertabelle

Die Lohnsteuer bei der Beschäftigung von Ruheständlern wird nach der „besonderen Lohnsteuertabelle“ berechnet. „Lohn- & Gehaltsprofi AKTUELL“ erklärt den Hintergrund:

„Da Rentner keinen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichten müssen, fällt die Lohnsteuer für sie etwas höher aus als in der allgemeinen Lohnsteuertabelle.“

Sozialversicherung arbeitende Rentner: weitere Besonderheiten

Der Bericht erklärt eingehend weitere Besonderheiten wie:

  • Betriebsrente plus Lohn
  • Altersentlastungsbetrag
  • Sozialversicherung bei 450-Euro-Jobs

Zudem verdienen die verschiedenen Sozialversicherungsarten bei der Beschäftigung von Rentnern Beachtung durch die beschäftigenden Unternehmen. „Lohn- & Gehaltsprofi AKTUELL“ geht ausführlich auf die Besonderheiten ein bei:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung und
  • Arbeitslosenversicherung

Weitere verschiedene Rentenarten im Web

Eine komplette Übersicht über die verschiedenen Rentenarten und die damit verbundenen Beitragsgruppen finden Sie im exklusiven Abonnentenbereich unter www.lohn-und-gehaltsprofi.de.

 

Autor: Franz Höllriegel

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