Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Sozialauswahl

Eine Punktetabelle für die Sozialauswahl hilft, bei der Auswahl der zu kündigenden Mitarbeiter die richtige Entscheidung zu treffen.

In einem vom LAG Berlin entschiedenen Fall wurde eine vom Arbeitgeber verwendete Tabelle nicht beanstandet, die vorsah, für jedes Lebensaltersjahr der Mitarbeiter 0,5 Punkte zu vergeben, für die Unterhaltspflicht pro Kind fünf Punkte und für den Ehegattenunterhalt drei Punkte (LAG Berlin 16.8.02 – 2 Sa 701/02).

Diese Kriterien müssen berücksichtigt werden

Bei der Sozialauswahl müssen folgende Kriterien berücksichtigt werden:

Auch künftige Unterhaltspflichten müssen vom Arbeitgeber beachtet werden. Weiß also ein Arbeitgeber, dass die Frau eines Mitarbeiters schwanger ist, dann muss er dies bereits bei der Sozialauswahl berücksichtigen (ArbG Berlin 16.2.05 – 9 Ca 27525/05).

Expertentipp

Unterschiedlich bewerten die Gerichte die Frage, inwieweit der Arbeitgeber hier persönlich Erkundigungen einzuholen hat. Es ist aber in jedem Falle ratsam, sich vor einer Kündigung nach einer bestehenden Schwangerschaft zu erkundigen, um sich später nicht dem Vorwurf der falschen Sozialauswahl stellen zu müssen.

Häufige Erkrankungen

Häufige Erkrankungen eines Mitarbeiters sollen nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts bei der Sozialauswahl für sich noch kein berechtigtes betriebliches Interesse i.S.v. § 1 Abs. 3 Satz 2 KSchG begründen, einen anderen vergleichbaren und nach § 1 …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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