16.12.2015

So wird Urlaub übertragen

Die GmbH von A-Z

Die Geltendmachung des Urlaubs ist Angelegenheit des Arbeitnehmers. Dies wirkt sich besonders in den Fällen aus, in denen nicht genommener Urlaub auf das neue Kalenderjahr übertragen werden soll. Das geht nach dem Gesetz nur dann ausnahmsweise, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Im Regelfall soll und muss der Urlaub im laufenden Urlaubsjahr, also dem Kalenderjahr, genommen werden. Soll nun der Urlaub auf das neue Kalenderjahr übertragen werden, muss der Arbeitnehmer seinen Urlaubsanspruch im Urlaubsjahr zumindest geltend gemacht haben. Meldet sich der Arbeitnehmer nicht, kann er sich nicht auf den Übertragungszeitraum berufen (BAG, BB 91, 764).

Übertragungsregelung des Urlaubsanspruchs

Die Übertragung des Urlaubs am Jahresende auf den bis zum 31.03. des Folgejahres dauernden Übertragungszeitraum richtet sich ausschließlich nach den Merkmalen in § 7 Abs. 3 Satz 2 BUrlG. Entscheidend ist also, ob der Urlaub im Kalenderjahr nicht genommen werden konnte

  • aus dringenden betrieblichen Gründen oder

  • aus Gründen in der Person des Mitarbeiters.

Übertragen i.S.v. § 7 Abs. 3 Satz 3 BUrlG bedeutet es daher nur, dass der Urlaub des Vorjahres bis zum Ablauf des Übertragungszeitraums dem Urlaub des nachfolgenden Jahres hinzugerechnet wird. Für diese Übertragung bedarf es keiner weiteren Handlungen von Arbeitgeber oder Arbeitnehmer; ein Antrag auf Übertragung ist ebenso wenig erforderlich wie eine entsprechende Annahmeerklärung. …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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