16.12.2015

Rentenversicherungspflicht für alle

Die GmbH von A-Z

Bis 31.12.2012 waren Minijobber in der Rentenversicherung grundsätzlich versicherungs- und beitragsfrei. Durch den Pauschalbeitrag in Höhe von 15 Prozent des Arbeitsentgelts, den der Arbeitgeber abgeführt hat, erwarben sie in der Regel nur geminderte Rentenansprüche und anteilige Wartezeitmonate für die Rentenansprüche. Durch die freiwillige Zahlung eigener Beiträge erwarb der Minijobber vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung. Dazu musste er bislang ausdrücklich auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichten und sich bereit erklären, den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers von 15 Prozent auf den vollen Rentenversicherungsbeitrag von 19,6 Prozent (2012) aufzustocken.

Keine Hinweispflicht des Arbeitgebers mehr

Bislang musste der Arbeitgeber darauf hinweisen, dass es eine Befreiungsmöglichkeit gibt. Ab 01.01.2013 sind Sie als Arbeitgeber nicht mehr verpflichtet, den Arbeitnehmer auf die Möglichkeit des Verzichts auf die Rentenversicherungsfreiheit hinzuweisen.

Wer ab dem 01.01.2013 einen Minijob aufnimmt, ist versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Beschäftigten erwerben dadurch Ansprüche auf die volle Leistung der Rentenversicherung mit vergleichsweise günstigen eigenen Beiträgen. Da der Arbeitgeber bereits 15 Prozent Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung zahlt, ist von dem Arbeitnehmer nur die Differenz zum allgemeinen Beitragssatz von 18,9 Prozent im Jahr 2013 auszugleichen. Das sind 3,9 Prozent Beitragsanteil …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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