Lexikonstichwort | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Probezeit

Ein Probearbeitsverhältnis muss grundsätzlich ausdrücklich vereinbart werden. Dies geschieht meist in Form einer vorgeschalteten Probezeit in einem Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Dauer oder durch ein befristetes Arbeitsverhältnis zum Zwecke der Erprobung mit einem eventuell hierauf folgenden Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Dauer.

Befristet oder unbefristet?

Der Vorteil der befristeten Lösung ist der, dass der Probearbeitsvertrag mit Vertragsende automatisch abläuft, ohne dass er eine Kündigung erfordert. Auch bedarf es keiner Mitwirkung des Betriebsrats oder einer Zustimmung einer Verwaltungsbehörde. Die Befristung der Probezeit setzt jedoch eine klare und ausdrückliche Vereinbarung voraus, aus der sich eindeutig ergeben muss, dass das Probearbeitsverhältnis mit Ablauf eines bestimmten Datums endet. Die Dauer sollte in der Regel sechs Monate nicht überschreiten. In Tarifverträgen ist teilweise die Befristung einer Probezeit untersagt bzw. die Länge der Probezeit zwingend vorgeschrieben.

Die Probezeit kann sowohl in einem befristeten Arbeitsverhältnis wie auch als vorgeschaltete Probezeit in einem unbefristeten Arbeitsvertrag vereinbart werden. Nur bei Berufsausbildungsverhältnissen ist die Dauer der Probezeit gesetzlich vorgeschrieben, sie muss in diesen Fällen mindestens einen Monat und darf höchstens drei Monate betragen (§ 13 BBiG). In allen anderen Fällen enthalten jedoch meist Tarifverträge Regelungen über die Dauer der Probezeit.

Üblich sind die Höchstgrenzen …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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