20.01.2017

Online-Plattform eigens für kleinere Unternehmen

Digitale Vernetzung in Produktions- und Wirtschaftswelt Die Welt als globale Kontaktbörse für Unternehmen. B2B war immer eine Grundvorstellung des WWW. Doch das allein reicht zur Kontaktaufnahme nicht aus. Dazu braucht es eine geeignete Plattform. Eine solche wurde mit EU-Hilfe jetzt geschaffen.

Networking

Digitale Vernetzung

Besonders kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) haben es schwer mit der digitalen Vernetzung in der globalen Produktions- und Wirtschaftswelt. Das schreibt „NWZ online“ und beruft sich dabei auf die Universität Bremen. Die neue digitale Business-to-Business-Plattform (B2B) „Nimble“ soll kleineren europäischen Firmen helfen, einfacher miteinander zu kooperieren. So sollen sie sich im weltweiten Wettbewerb besser behaupten können.

Das EU-Forschungsprojekt „Nimble“

Die Plattform entsteht im Rahmen eines neuen EU-Forschungsprojektes unter anderem mit Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Bremen. „Nimble“, englisch für „flink“, steht hier als Akronym für „Collaborative Network for Industry, Manufacturing, Business and Logistics in Europe“ (Kooperationsnetzwerk für Produktion, Logistik und Wirtschaft in Europa). Es ist der Name des dreijährigen Verbundprojektes. Die Europäische Kommission fördert das Vorhaben mit insgesamt rund acht Millionen Euro.

Europäische Föderation kommerzieller Nimble-Plattformen

Ziel der Forschungen ist es, eine europäische Föderation von kommerziell nutzbaren Nimble-Plattformen ins Leben zu rufen. 17 Forschungs- und Entwicklungspartner aus sieben Nationen von Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten in dem Projekt zusammen. Die Universität Bremen ist einziger deutscher Forschungspartner.

Nimble ist eine Open-Source-Infrastruktur für eine B2B-Plattform!

Auf ihr können Unternehmen

  • Produkte, Daten und Dienstleistungen anbieten,
  • Lieferketten (Supply Chains) definieren sowie
  • ihre Produktionslogistik synchronisieren.

Die Betreiber der Plattform werden sie auf regionale oder sektorspezifische B2B-Bedürfnisse anpassen können. Das eröffnet angeschlossenen Unternehmen die Möglichkeit

  • international besser sichtbar zu sein,
  • sich produktionslogistisch enger zu vernetzen und
  • firmenübergreifend Optimierungspotenziale zu erschließen.

Infrastruktur, Werbung, Prüfung

Die Arbeit in dem Projekt konzentriert sich auf drei Hauptaktivitäten:

  1. die Entwicklung der Plattform-Infrastruktur,
  2. ein Veranstaltungsprogramm zum Werben von Plattformnutzern sowie
  3. die Prüfung der Plattform am Beispiel von vier Lieferketten aus den Bereichen weiße Ware, Fertighäuser, Mode und Möbel.

Mitgestaltung der Plattform

Interessierte Unternehmen können sich an der Gestaltung der Plattform beteiligen. Das Projekt verfügt dazu über ein sogenanntes „Botschafter-Programm“. Mehr Informationen dazu auf der Projektwebseite www.nimble-project.org/ambassador-programme.

 

Hinweis der Redaktion

Kennzahlen  Wer auf einer solchen Plattform in Kontakt mit anderen möglichen Kooperationspartnern tritt, wird sich über diese zunächst informieren wollen. Dabei sind unter anderem Kennzahlen das Mittel der Wahl. (Durch die richtige Interpretation von Kennzahlen lassen sich dabei auch Optimierungspotenziale im Unternehmen aufdecken.)

Branchenwerte – Um Kennzahlen besser einordnen zu können, sollten Unternehmen diese möglichst mit Branchenwerten vergleichen (und regelmäßig überprüfen).

Doch sind Kennzahlen nicht immer sinnvoll. Welche es sind und für welchen Zweck – mehr dazu im Newsletter für Finanzsicherheit „GmbH-Brief AKTUELL“ (02/2017 Sonderausgabe Liquiditätssteuerung).

Autor: Franz Höllriegel